Liebe Lux Lauscher,

wie schon bei der 2006 erschienen CD
"Coming Home At Last" gibt es die Möglichkeit
meine neue Platte zu unterstützen in dem ihr sie vorab bestellt. Ich arbeite an einer kleinen DVD die ich im Dezember fertig haben möchte und die Platte gibt es 2010 (wenn alles weiter so schön läuft im Sommer)"Haut" soll sie heißen und ganz deutschsprachig werden.

Für 40,- Euro kann man das Paket bestellen!

Lass es weiter leuchten!

Herzlich,

Christina

 

 

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tribute2fanta4

 

 

Vor zwei Jahren bekam ich eine Mail von Andreas "Bär" Läsker, dem Manager der Vier, ob ich eines ihrer Stücke für ein Tribute Album machen würde. Ich fühlte mich sehr geehrt, dabei sein zu dürfen und habe mir das Stück: "Was Bleibt" von der CD Fornika der Fantas ausgesucht.

Es hat einige Zeit gedauert, bis ich einen Weg gefunden habe, wie ich mit dem Text umgehen sollte.
Am Ende habe ich ihn dann doch gekürzt und das Stück zusammen mit Stephan Emig und Armin Metz produziert.

Es ist ein schönes Lux Stück daraus geworden.

Ich befinde mich in allerfeinster Gesellschaft, wie hier zu lesen ist, und ich habe schon einige sehr schöne Versionen gehört.

Ich gratuliere den Vieren von Herzen!

Am 7.August erscheint die Platte!

 

Foto: Andreas "Bär" Läsker

01. 7 FACES
02. CHRISTINA LUX
03. CLUESO
04. DIETER NUHR
05. EXTRABREIT
06. FEHLFARBEN
07. FOOLS GARDEN
08. FR
09. GODS OF BLITZ
10. GROSSSTADTGEFLÜSTER
11. IN EXTREMO
12. JULI
13. KARAT
14. KARPATENHUND
15. KNORKATOR
16. MAMAS GUN
17. MARIO BARTH
18. MASSIVE TÖNE
19. MAX MUTZKE
20. ONKEL ROCK ‘N ROLL
21. OOMPH!
22. PETER MAFFAY
23. POHLMANN und LES SAUVIGNONS
24. PUHDYS
25. PUR
26. REVOLVERHELD
27. ROGER CICERO
28. SASHA
29. SCOOTER
30. SEBASTIAN KRUMBIEGEL
31. SPEZIALIZTZ
32. THE RATTLES feat . Gary Krosnof
33. THOMAS ANDERS
34. THOMAS GODOJ
35. XAVIER NAIDOO
36. YETI GIRLS

Bei Amazon bestellen...

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Das aktuelle Album:

 

Akustik Gitarre 01/08

Es ist das dicht verwobene Zusammenspiel von Stimme und Gitarre, daß die Songwriterin auf faszinierende Weise beherrscht. Was umschmeichelt hier eigentlich was? Sind es die smoothen, flächigen Jazz-Chords, die rhythmisch-akzentuierten funky Licks oder die gepickten Balladen, die sie aus ihren Gitarren holt? Oder sind es die selbstbewußten Gesangslinien, die so viel Seele und Charakter besitzen und jeden Soul Schlenker kennen?

Ist es die zärtliche Poesie in Songs wie 'To the World', der stimmliche Groove in 'Healing waters' oder sind es die warnenden Worte in 'Abuse', die sie mit so viel Ausdruck (auch Nachdruck) und so viel Natürlichkeit ihrem Publikum bietet? Wobei die bemerkenswerte Professionalität, die hinter allem steht, angesichts der scheinbar spielerischen Leichtigkeit angenehm zurücksteht.

Unnötig die Qualität der Aufnahme in Bezug auf Raum, Gesang und Gitarrenton zu erwähnen.

Eine Momentaufnahme eines intensiven, tiefgründigen und berührenden Konzertes. Mit Performances wie dieser ist Christina Lux die zärtlichste Verführung der deutschen Songwriter-Szene. Und konkurrenzlos gut.

 

HNA vom 6.7.2009 von Steve Kuberczyk-Stein

Die Poetin und der Klassenclown

Vellmar. Ein gemeinsamer Abend von Stoppok und Christina Lux? Das hat etwas von Currywurst mit Rotwein oder einer Begegnung von zärtlicher Poesiemalerin und urigem Klassenclown.

Vielleicht gerade deswegen erlebten 480 Besucher beim "Sommer im Park" in Vellmar (Kreis Kassel) einen jener großartigen Konzertabende, die aus der Magie des Augenblicks entstehen. Erst traten die beiden Songschreiber allein auf, das letzte Drittel des Abends teilten sie die Bühne miteinander.

Dieser Programmteil hätte allein schon für den Unterhaltungswert der Dialoge und für die Situationskomik einen Ehrenpreis verdient. Gerade wollten die beiden loslegen, da riss Stoppok eine Saite. Diese kleine Panne wurde zum Quell bester Unterhaltung. Zwei Sympathieträger, die sich gegenseitig auf den Arm nahmen: "Ist mir noch nie passiert, das passiert eigentlich nur Männern", sagt Lux und Stoppok daraufhin "Da hast du recht", sagt er. Und dann auf die Frage, was er denn nun machen würde: "Männer wissen sich zu helfen." und "Kinder, jetzt könnt ihr noch was lernen." Harmonisch wurde es dann bei den gemeinsam intonierten Songs.

Im ersten Teil des Konzertes brillierte Christina Lux mit berührender Songpoesie aus der Tiefe ihrer "stets zuviel grübelnden Seele". Wie immer getränkt von ihrer außergewöhnlich warmen Soulstimme. Mit ihren bekannten Stücken wie "Coming Home At Last", "Arms wide open" oder "Healing Water" verzauberte sie das Publikum.

Nach der Pause der Kontrast: Stoppok kam und plauderte munter drauf los. Für seine Songs mit Textzeilen wie: "Scheiße am Schuh", besonders aber für die herrlich spleenigen Geschichten erntete Stoppok lautstarkes Lachen und Applaus: "Normalerweise stimme ich meine Gitarre über Satelit. Mit meinem Laptop bin ich mit Eric Clapton verbunden. Das wurde aber einfach zu teuer, so dass ich meine Finanzreserven aus dem Markt ziehen musste und was dann passiert ist, wißt ihr ja."

Fazit: Ein Konzertabend mit Seltenheitswert.

 

 

Münstersche Zeitung vom 9.5.09 von Axel Engels

Warme Stimme entführt in Poesiewelt

RHEINE Songpoetin mit unheimlich sympathischer Ausstrahlung - so präsentierte sich Christina Lux bei ihrem Konzert am Donnerstagabend im Tholi. Der Kultur- und Kleinkunstring (KuKuK) hat mit Christina Lux eine Künstlerin nach Rheine geholt, die als eindrucksvolle deutsche Liedermacherin gilt.

So war das Tholi an diesem Abend auch Magnet für etliche Musikfans. Auf sympathische Art schaffte es Christina Lux, die über 100 Zuhörer zu verzaubern, in ihre ganz eigene poetische Musikwelt zu entführen. Ihre Stimme tat gut, wirkte in ihrer umschmeichelnden Art wie Balsam für die Seele.

Folk und Jazz
Der Mix aus Folk, Soul und Jazz zeigte eine ganz eigene Ausdrucksweise, ihre markante Stimme gab jedem Song eine facettenreiche Färbung. Christina Lux zeigte sich als nachdenkliche Künstlerin, die die Dinge hinterfragt und sich nicht mit Äußerlichkeiten abgibt. Ihr dicht verwobenes Zusammenspiel von warmer Stimme und filigranem Gitarrenspiel faszinierte. Da besaßen die Gesangslinien Seele und Charakter, wurden bereichert durch Jazz-Harmonien und rhythmisch-akzentuierte Einwürfe. Christina Lux gewährte in ihren Erzählungen tiefen Einblick in ihre Denk- und Erfahrungswelt, in dieser offenen Atmosphäre wirkte sie unheimlich authentisch und nah bei den Zuhörern.

Keine Effekte
Lux wollte mit ihrer Musik die Zuhörer berühren, das ist ihr gelungen. Sie verband Poesie und Musik in melancholischer Ausprägung und brauchte neben ihrer wohltembrierten Stimme und den zwei Gitarren keine zusätzlichen Effekte.

 

Badische Zeitung vom 5.4.09

Christina Lux im Folktreff
Sanfte Balladen über Glück und Liebe


"In solch unruhigen Zeiten suchen wir doch alle unsere Oasen." Mit diesem Bekenntnis eröffnete die Sängerin und Liedschreiberin Christina Lux ihren Auftritt im voll besetzten Foyer der Stadthalle und schmeichelte gleich auch dem Bonndorfer Publikum.

BONNDORF. "In solch unruhigen Zeiten suchen wir doch alle unsere Oasen." Mit diesem Bekenntnis eröffnete die Sängerin und Liedschreiberin Christina Lux ihren Auftritt im voll besetzten Foyer der Stadthalle und schmeichelte gleich auch dem Bonndorfer Publikum. Dieser Ort hier im Schwarzwald sei doch wahrlich eine Oase - auch wenn der kurvige Weg dorthin einen oft schwindlig machen kann.

Die Kölner Songwriterin Christina Lux verbreitete beim Folktreff in Bonndorf musikalischen und moralischen Optimismus ohne Ende. Und weil eine viel reisende Künstlerin nie genau weiß, was sie am Auftrittsort erwartet, hat Christina Lux sich ihre kleine private Oase gleich mitgebracht: einen roten Teppich und eine zierliche, sanft geschwungene Bodenlampe mit Pergamenthaut bespannt. Die strahlt ein mildes gelbliches Licht aus und verwandelt die Bühne in ein behagliches Wohnzimmer: "Es ist doch schön kuschelig hier."

Und in diesem geradezu intimen Rahmen singt und spielt die in Karlsruhe geborene Musikerin ihre milden Balladen mit sanfter, nur selten etwas lauter und ein wenig rauchiger werdender Stimme, begleitet von einer virtuos gezupften, gestreichelten oder geklopften Gitarre. Ihre meist in englischer Sprache verfassten lyrischen Texte verbreiten Zuversicht, ihr großes Thema ist die Liebe, beginnend bei der Liebe zu sich selbst: "Become your own best friend" - "Werde dein eigener bester Freund", empfiehlt sie gleich im ersten Song. Und sie setzt die musikalischen Bekenntnisse fort in den Moderationen zwischen den Liedern, versucht, den Hörern, vor allem den Frauen unter ihnen, das Bewusstsein zu vermitteln: "Hier bin ich, und das ist gut so." So sollte jede von ihnen sich sehen, wenn sie in den Spiegel schaut und sich fragt: "Mag ich denn das, was ich da sehe?" Das ist ihre Botschaft, dass jeder nach seinen Glücksmöglichkeiten Ausschau halten möge, versuchen sollte, das Gegebene unter dem Blickwinkel der Liebe zu betrachten. Dann erstrahlen am dunklen Himmel der Nacht "Fireworks, beautiful Lights" -"Feuerwerke, wundervolle Lichter".

Wer sich bei den bitteren Seiten des Lebens aufhält, wer sich zu sehr mit dem Unglück auseinander setzt, statt das Licht zu bemerken, das uns umgibt, dem wird das Herz hart, beteuert Christina Lux und hüllt das Publikum mit schmeichelnden Klängen ein, mal ein bisschen Folk, mal etwas Soul und immer wieder auch jazzige Zwischentöne. Und selbst vor dem Gestus eines schlichten deutschen Schlagers scheut die Songwriterin nicht zurück, wenn es darum geht, die "wunderbaren" Momente des Lebens zu beleuchten. "Es kann nichts wunderbarer sein, als wenn der Freund in einer schwierigen Lage sagt: Hier ist meine Schulter, leg deinen Kopf darauf." So tragen ihre Lieder Titel wie "Arms wide open" oder "Coming Home At Last", sie besingen das Glück eines wohlgeordneten Zuhause, den Traum von innerer wie äußerer Geborgenheit in einer ruhelosen Welt.

Und dann wird Christina Lux sogar etwas politisch, wenn sie sich, ohne allerdings weiter auf Gründe einzugehen, darüber freut, dass die lange Ära des amerikanischen Präsidenten George W. Bush jetzt zu Ende ist. Sie weiß sogar zu berichten, wie am Tag zuvor der neue Präsident Barack Obama auf seinem Flug zum Nato-Gipfel mit dem Hubschrauber über sie hinweg geflogen ist, und sie ihm zugewinkt hat: "Hier bin ich, Christina Lux." Alles wird gut: "In diesem Himmel voller Ewigkeit möchte ich tanzen." Das Publikum bedankte sich mit begeistertem Applaus.

Anm.d. Lux: Hier merkt man dann doch, dass nicht alle Texte wirklich verstanden wurden. Nun denn...frau lux

 

Wermelskirchener Generalanzeiger vom 29.3.2009

Glück, das wie Schokolade auf der Zunge zergeht

Christina Lux begeisterte Samstagabend das Publikum mit ihren tiefgreifenden Songs.
von Janine Schäfer

Samstagabend. 20:30 Uhr im Katt-Bistro. Eine sinnliche Atmosphäre durch warmes Kerzenlicht. Die Kneipe vollbesetzt. Eine zierliche Frau betritt die Bühne, beginnt ihre Gitarre zu stimmen. Sofort wird das Publikum mucksmäuschenstill. Ohne lange Reden beginnt die Musikerin mit ihrem ersten Song, dessen Klänge sich wie dichter Nebel in jeder Ecke ausbreiten.

Es sind nicht nur ihre Stimme oder die Harmonien der Gitarre, mit denen Christina Lux in den Bann zieht. Nein, es ist vor allem auch der Inhalt ihrer Texte, in denen sie erzählt: vom Lieben, Leben, Sich-Selbst-Nahekommen und den Menschen. "Die Musik ist nur das Werkzeug, denn die Texte formen sich im Bauch", verrät Christina Lux, während ihre Hände das Formen eine Kugel symbolisieren. "Ich bin ein Mensch, dem es wichtig ist, viele Informationen aufzusaugen. Und daraus bilden sich Texte. Persönlich wird es durch das, was mich im tiefsten Innern berührt."

Christina Lux kommt sympathisch und authentisch rüber. Die 43jährige Nischenmusikerin, wie sie sich betitelt, denkt nach: über die Auslegung und Verdrehung von Religion, über das sich selbst verstellen oder über Kinder. Dabei setzt sie ihre Stimme mal anklagend, energisch, sanft oder warm ein. Die Musikerin konzentriert sich auf ihre Gitarre, auf den Text, das Publikum und ihre Gefühle während sie singt. Zwischendurch schließt sie immer wieder die Augen, während sie lacht. Man meint sehen zu könne, wie die Klänge der Musik ihren Körper durchfluten. "Meine Musik darf berühren und es darf Raum geben, in dem es innig ist und man zu sich selbst findet.", so Christina Lux

Auch lässt die Kölnerin Raum für Spontanität. "Der Luxus des Soloauftritts ist der, dass ich sehr intuitiv sein kann und improvisieren kann, so wie ich es gerade empfinde." erklärt die 43-jährige. Das Publikum kostet jeden Ton aus. Bei dem Song "Es ist gut so" singt sie von jenem Augenblick, mit einem Mund voll Glück, das wie Schokolade auf der Zunge.

Genauso zergeht auch der Augenblick des Konzertes dem Publikum wie ein zarter Schokoriegel auf der Zunge. Nach dem letzten Ton eines jeden Songs herrscht erst einige Sekunden Stille, ehe tosender Beifall aufbrandet. Und es sind nicht nur Wermelskirchener am Samstagabend im Katt-Bistro, um sich den Luxus zu gönnen. Viele sind auch aus Remscheid, Rade, Solingen und auch Wuppertal angereist.

Auffällig war, dass die meisten ihrer Songs in Englisch waren. "Ich liebe diese Sprache einfach", verrät Lux. "Außerdem haben die englischen Worte einen anderen Rhythmus, Ton und Schwingung, was mir bei manchen Songs einfach näher kommt." Zudem lassen englische Texte auch etwas Abstand zu. Zwischendurch mischt Christina Lux allerdings auch immer wieder die deutsche und die englische Sprache.

Nach einem eindrucksvollen zweistündigen Konzert konnten die Fans nicht genug bekommen von dem wundervollen Klangerlebnis. Zwei Zugaben legte Christina Lux gerne oben drauf.

 

Neumarkter Nachrichten vom 10.2.2009
Lux machte Licht nicht aus



Rappelvolles Haus im Freystädter Spitalstadl: Da strahlte auch Christina Lux auf der Bühne. Die Sängerin und Komponistin greift zur Gitarre und hat sofort die volle Aufmerksamkeit ihres um die Bühne versammelten Publikums. Mit ihrem eigenen Stil, vorwiegend gemixt aus Elementen der Richtungen Funk-Folk, Soul und Pop, zeigt Lux, dass sie ihr Instrument meisterlich beherrscht. Dazu singt sie ihre selbstgeschriebenen Texte, hauptsächlich in Englisch, die sich mit unbequemen gesellschaftlichen, religiösen oder politischen Themen beschäftigen. Ein anderes Aktionsfeld sind ihre melancholischen Betrachtungen zum menschlichen Dasein. Ein kurzweiliger Abend, der in diesem stilvollen, historischen Ambiente des Spitalstadls «Gott sei Dank» nicht der letzte war.

 

WAZ Oberhausen vom 28.01.2009

Ein Hauch von Glück

Irgendwann kommt dieser Moment, den du nicht fliehen kannst. Du träumst dich unter einen der vielen wunderschönen Melodiebögen, den diese kostbare Stimme über dich legt, und es geht dir gut, einfach nur gut.

Und dann holt dich Christina Lux mit faszinierend eigensinnigen Gitarrenklängen, die das Atonale streifen, raus aus der kammermusikalischen Umarmung. Aber sie bricht den Eindruck eines der schönsten Solokonzerte nicht, das du in den letzten Jahren in Oberhausen gehört hast - am Dienstagabend beim Ausflug des Ebertbades in die b.a.r. des Theaters.

Die Atmosphäre ist zutiefst intim und schon die ersten Worte dieser leicht rauchigen Altstimme, die mühelos den dann kristallenen Mezzo erreicht, wenn Christina Lux Klang-Kunstwerke aus Vokalisen formt, verstärken diese Vertrautheit noch. Dazu gibt es zwischen den einzelnen Liedern Intermezzi, die sie mit dem Publikum spielen lassen oder flirten, kokettieren oder einfach reden. Die Kölnerin hat mit sparsamen Worten viel zu sagen, kompromisslos findet sie es gut, dass jetzt nicht mehr Bush - sondern Obama-Country ist. Und sie fordert Achtung ein für jede Religion, nur für keine fundamentalistisch verstandene. Ihre Religion ist die Liebe.

Und in diesem Religionsverständnis klingen auch ihre Lieder, leise flehende Lieder, wenn sie von gestrandeten Menschen singen oder davon, dass es so schön wäre, "wenn du jetzt hier wärst". Ihr Leben, so scheint es, ist ewige Suche, Selbstfindung ohne Ende, nicht ziel- oder uferlos, aber die Mutter einer behutsam flügge werdenden Tochter, von deren Pubertät sie ganz zärtlich erzählt, ist eine immer Fragende. Und sie ist ehrlich.

Aber auch wenn sie Privates in den Moderationen nur fein dosiert, geheimnisvoll preisgibt, so enthüllt sich Christina Lux umso schonungsloser, zauberhafter gleichwohl in den Songs. Funkig, soulig, jazzig, rockig, lyrisch, Elemente der Klassik finden sich ebenso wie die des Calypso, man wiegt sich in den unendlich elegisch abgestuften Nuancen ihrer Stimmfarben und lauscht den augenzwinkernden Erfahrungen eines ungewöhnlichen Lebens, dem eine internationale Karriere bislang wohl verwehrt ist, weil der Mainstream dieses einsame Format nicht duldet.

Dass sie die selbst getexteten Lieder zumeist englisch singt, kann eine Nähe zu den Großen des Chansons nicht verdecken. Es erinnert dann schon an die Piaf, wenn Christina Lux mit zerbrechlichem Charme auch die Wunden ihrer Seele zeigt, ohne Bereuen, wenn es, wie sie singt, nicht mehr hilft, nur ein bisschen zu weinen, weil Er so sehr fehlt.

In Anmut gebaut modelliert Christina Lux die Liturgie eines auch mal leidenden Herzen, hier voller Tristesse, dort gefüllt mit Heiterkeit, mit sinnlich süßer Glückseligkeit, immer aber geprägt von einer diskret charmanten Weltklugheit. Lass' die Seele fluten bis dein Körper heilt, singt sie einmal. Die Träumerei unter den vielen wunderschönen Melodiebögen wirkt da Wunder wie ein Zaubertrank.

von Michael Schmitz