ZUrueck 2006 200120001999interview 
 
 
 

2005

 

Süddeutsche Zeitung vom 2.12.05 - Konzert Steinbacher

Eine Frau mit Präsenz und Klangfarbe

Die Sängerin und Songwriterin fasziniert ihr Publikum mit facettenreicher Stimme

Steinebach. Eine sensible wie starke Frau, eine fesselnde Stimme, der sich nicht zu entziehen ist, eine akustische und eine elektrische Gitarre, ein schlichter Hocker und ein Mikro, sowie einmal mehr der deutliche Beweis, dass man nicht in die großen Städte fahren muss, um große Stimmen zu hören.

Mit einer faszinierend facettenreichen Stimme, die gleichermassen samtig-weich und rauchig-kraftvoll von Religion und Politik, der Liebe, den Tiefen der Seele und von menschlichen Beziehungen singt, sowie einer beeindruckend starken Präsenz fesselte die Sängerin und Songwriterin ihr Publikum im vollbesetzten Kulturbahnhof "Steinebacher".

Und dass es der 40-jährigen Songpoetin aus Kassel auch kaum mehr um einen Geheimtipp handelt, beweist nicht nur der große Besucherandrang, sondern wundert spätestens auch dann keinen mehr, als Christina Lux mit ruhiger Intensität beginnt Stücke von ihrer brandaktuellen "quasi noch druckfrischen" CD "Coming home at last" zu singen.

Darin schlägt sie vor, dem Menschen, mit dem man sein ganzes Leben verbringen wird und der einem jeden Morgen aus dem Spiegel anschaut, als wirklich guten Freund zu sehen und zu fragen "Weißt du, woher du kommst und wo du stehst?". Sie singt vom Missbrauch der Religionen in "Love is my religion", fordert Freiheit in "Free" und erzählt zwischendrin auch mal von schrägen kleinen Weihnachstmännern.
Dabei wechselt sie nicht nur Song um Song ihre Gitarren, sondern selbst innerhalb eines Titels auch die Sprachen. Fügt in englische Titel übergangslos deutsche Strophen ein - und umgekehrt.

Acoustic Soul
oder Funky Folk nennt sie selbst ihren musikalischen Stil. Auf jeden Fall ist er auch eine gelungene Symbiose aus Folk, temporeichem Funk and Soul, aus ruhigen Balladen und tiefgehendem Blues. Ausnahmslos alle Titel sind von ihr selbst geschrieben. So ist es ihre ganz eigene Musik, die sie feinfühlig mit ihren Texten verwebt und in der sie auch immer von sich selbst erzählt.

Und es ist ihre außergewöhnliche, an Klangfarben reiche, transparente Stimme, die ebenso schmeichelnd hauchen kann, wie sie temperamentvoll scattet, während Lux mit flacher Hand den Rhythmus auf den Saiten ihrer E-Gitarre schlägt. Betörend die Einheit, die so aus Stimme und Sprache, Text, Rhythmus und Musik erwächst. Wirklich gehen lassen will die Msuikerin auch nach mehreren Zugaben keiner, zu sehr hat Christina Lux ihr begeistertes Publikum in den Bann gezogen. Nicola Seipp


 
Neuburger Rundschau 16.11.2005 - Konzert Kunstscheune Neuburg vom 12.11.05

Eine Stimme, ein Instrument, ein Song

…Die Überraschund des Abends war aber sicher die Sängerin, Gitarristin und Komponistin Christina Lux. Ihre ausdrucksstarke Stimme pendelt irgendwo zwischen Tracy Chapman und Suzanne Vega, mal rauchig, mal sanft, aber immer enorm präsent, nie kopierend, eigenständig und einfach unter die Haut gehend. Sie schreibt Songs mit Jazz-, Soul- und Folkelementen und scheut sich nicht brisante Themen in Musik zu verpacken.
Gefühle meisterlich verpackt.
In dem nachdenklich stimmenden Titel "Abuse" zum Beispiel beschreibt sie auf Englisch und Deutsch die Auswirkungen von Kindesmissbrauch auf die Seelen der Opfer. Christina Lux beherrscht es einfach meisterlich Gefühle in Songs fließen zu lassen. So schwebt bei ihrer Ballade "Spät" die Serhnsucht nach der verflossenen Liebe fast greifbar im Raum und bei ihrer percussiven, groovigen Nummer "Arms wide open" versteht man ihre Freude, die Welt zu umarmen und sich nicht unterkriegen zu lassen….


Mannheimer Morgen vom 28.9.05 - Konzert Gemeindesaal Vogelstang

Samtweiche Stimme erzählt bitter-süße Geschichten

Acoustic Soul Jazz - darunter kann man sich nicht sehr viel vorstellen. Aber wer beim Nachtcafé auf der Vogelstang war, wird davon zumindest eine Ahnung haben. Werner Herr konnte für diesen Abend Christina Lux gewinnen, und diese Frau war wirklich ein gewinn. Die beinahe intime Atmosphäre im Keller trug dazu bei.
Christina Lux bestritt den Abend alleine mit ihren drei Gitarren. Sioe schreibt ihre Songs selbst. Dabei passt sie allerdings ganz und gar nicht in die Schublade der schillernden Pop-Sirenen, die allenthalben über die TV-Bildschirme hüpfen. Christina Lux braucht keinen Glitzerfummel um auf der Bühen präsent zu sein. Sie schafft das mit ihrem Charisma. Ihre samtig-weiche Altstimme und die erdigen Melodien nehmen das Publikum sofort gefangen. Man weiß gar nicht, ob man lieber hinhören oder hinschauen möchte. Christina Lux ist bekennende Blondine und dazu noch blauäugig, zwei Tatsachen, die sich jedoch nicht negativ auf ihre Intelligenz ausgewirkt haben.

Und das bekommt man bei ihren Texten zu höre. Sie erzählt bitter-süsse Geschichten vom Leben und der Liebe, Gott und der Welt. Und über ihr eigenes Kind, in dem sie sich selbst erkennt. Erst als der letzte Akkord von "she is me" verklungen ist, kehrt das entrückte Publikum wieder zurück und klatscht begeistert. Sanft und melodisch - so klingt Christina Lux' Musik. Hin und wieder mal ein laszives Hauchen, ein leises Lachen oder ein schräger Jazz-Akkord - die Frau weiß, wo ihre Stärken liegen. "Endless Fall" und "Best Friend" - eigentlich alle Stücke fesseln das Publikum vom ersten bis zum letzten Ton. Bei "Shelter" hört man einen kleinen Anklang an das Stück "Tom's Diner" von Suzanne Vega und bei dem "Nach-Hause-Stück" "Diggi" geht es nochmal zur Sache.

"Da könte man ewig zuhören", meinte Werner Herr am Ende des Konzertes versonnen und entließ Christina Lux nur ungern.

 

HNA 26.09.2005 - Konzert Schlachthof Kassel 24.+ 25.9.05

Eine Stimme wie Samt und Seide

Von Bastian Ludwig
Kassel. Acoustic Soul hat einen Namen: Christina Lux. An zwei Abenden füllte die Kasseler Sängerin bei ihrem Heimspiel am Wochenende das Kulturzentrum Schlachthof. Ohne Mühen zog sie mit viel Samt und Soul auf den Lippen die Zuschauer in ihren Bann. Begleitet wurden ihr Gesang und Gitarrenspiel vom exzellenten Bassisten Marius Goldhammer und dem nicht minder virtuosen Percussionisten Tomy Baldu.
Lux, die als Solokünstlerin bereits vier Live- und Studioalben veröffentlicht hat, stellte ihr Ende Oktober erscheinendes Studioalbum "Coming Home At Last" vor. Darunter "Healing waters", in dem sie mit ihrer tiefen, voluminösen Stimme die heilende Kraft der Tränen beschwört. Gehauchte Emotion, die ankam. Das Publikum wiegte sich mit geschlossenen Augen.
Neben ihrem Talent für beseelte Musik, ist Lux aber auch von ihrer funky-groovigen Seite überzeugend. Unbeschwert und impulsiv wirkten Songs wie "Free".
Die Frau, die sich als Souldiva zu gebärden versteht, erinnert an einige der Grande Dames der Jazz- und Soulmusik wie Paula Cole oder Norah Jones.

Iserlohner Kreiszeitung vom 22.02.2005 - Konzert JuZ Iserlohn

Ein Auftritt voll spontaner Emotionalität


Iserlohn. (ch) "Hallo, ich freue mich, dass ihr da
seid. Also machen wir es uns gemütlich", begann Christina
Lux ihren Auftritt im mit Kerzen stimmungsvoll beleuchteten
JuZ Karnacksweg am Samstagabend. Bereits kurz darauf sollten
die Zuschauer tatsächlich die Welt um sich herum für
rund zwei Stunden vollkommen vergessen.

Mit Elementen aus Soul, Acoustic und Jazz begeisterte die aus Karlsruhe
stammende Künstlerin die zahlreichen Zuschauer restlos.
In einer ungezwungenen, natürlichen Weise sprach Christina
Lux aus, was sie bewegte und zweifellos auch einen
Großteil der Zuhörer. Mal kaum hörbar leise und sensibel,
mal mit kräftiger, starker Stimme.

Dabei lässt Christina Lux ihrer Spontanität auf der
Bühne grundsätzlich freien Lauf, denn wie sie selbst
zum Ausdruck bringt, soll ihre Musik den Zuschauer
nicht nur als Musik im Sinne von "Klang nach Noten",
sondern als Ausdruck von Emotion bewegen. Besonders
Lieder wie "We'll fly" zeigten dem Publikum nicht
nur über den Text ein Gefühl auf, sondern durch ein
gelungenes Zusammenspiel von Licht, Ambiente und Klang
eine ganze Bandbreite des Empfindens.

Für Christina selbst ist ihre Musik ein Element, welches
ihr ganzes Leben umfasst, ähnlich einer Therapie,
wie dem Niederschreiben dessen, was sie bewegt in
ein Tagebuch. Unabhängig davon ob diese Ereignisse
freudig, traurig, aus der Politik oder ihrem Privatleben
entstanden sind. Daher verzichtet sie auf eine akribische
Vorbereitung ihrer Auftritte, denn diese würden ihr
das eigentlich faszinierende Element, die Spontanität
der Gefühle, nehmen. "Auch wenn dann mal etwas auf
der Bühne anders läuft, als ich es mir im vorausgegangenen
Moment vorgestellt hatte. Dabei halte ich mich an
das Sprichwort: Wenn Du einen Fehler machst, mach
ihn einfach zweimal. Ein durchgeplanter Auftritt nach
Drehbuch würde einfach nicht zur Aussage meiner Musik
passen", so Christina Lux, die bereits seit über 20
Jahren die Musik liebt und lebt.

Begonnen hatte die Karriere der sympathischen Musikerin,
welche bereits mit "Status Quo", "Die Happy" und
"Fury in the Slaughterhouse" auf der Bühne stand, in jungen Jahren
mit der alten Gitarre ihres Vaters.

Für März dieses Jahres ist übrigens eine Tour durch
die Schweiz und die Fertigstellung ihres ersten Studioalbums
im Herbst geplant.

Neue Westfälische vom 12.2.05 - Konzert Kulturforum Warburg
Die Frau, die den Groove gepachtet hat
Christina Lux gibt herausragendes Konzert im Kufo

Warburg. Die Haare sind kürzer geworden seit ihrem letzten Kufo-Auftritt vor drei Jahren. Gewachsen aber ist die Fülle ihrer Songs.
Zwei weitere Alben hat die Kasseler Gitarristin, Sängerin und Komponistin Christina Lux (39) seither veröffentlicht, und am Sonntagabend präsentierte sie im gut besuchten Kufo-Keller weitere ganz neue Songs.

Christina Lux schreibt Lieder, temperamentvoll, sensibel, frech und kraftvoll - und vor allem sehr, sehr groovig. Ganz allein stand sie auf der Bühne, griff mal zur Jazz- mal zur Akustikgitarre und immer hatte man das Gefühl, da ist irgendwo im off eine Band verborgen. Doch da war nichts. Christina Lux hat den Groove gepachtet, in ihrer Stimme und in ihrem Gitarrenspiel.

"Wenn ich einen Song schreibe, ist am Anfang immer das Wort, aber entscheidend ist, das der Song groovt, darauf kommt es mir an", erzählt Christina Lux
Mit 18 Jahren, als die Eltern ihr nichts mehr vorschreiben konnten, hat sie sich von der Schule abgemeldet - um Musik zu machen. An dieser Einstellung hat sich bis heute nichts geändert. "Wie auch, ich hab' ja nichts"Ordentliches" gelernt."
Nicht mal das, was sie tut, hat sie ordentlich gelernt. "Ich habe mir mein Gitarrenspiel selbst beigebracht", sagt Christina Lux.

Sie fegt über die Saiten wie ein alter Jazzprofi und ihr warmer Soulgesang erinnert von der Stimmlage an Suzanne Vega und von der Intonation an Max Mutzke. Alles zusammen ergibt den eigenständigen Christina-Lux-Sound. "Ich weiß, dass ich mit meiner Musik nicht den breiten Geschmack treffe, aber es ist meine Musik."
Aber wer Christina Lux einmal gehört hat, kriegt sie so schnell nicht mehr aus dem Kopf. So erging es wohl auch der Jule Neigel Band, die Christina Lux vom Fleck weg 1989 in ihren Chor holte.
Bis 2000 hatte Christina zahlreiche Gesangs-Engagements in den verschiedensten Formationen. Bis sie schließlich sagte, ich kann doch mehr.

Vor allem Gitarre spielen. Sie entwickelte ihren eigenen Sound, der sich durch sein groovendes Zusammenwirken von Melodie und Gitarrenbegelitung auszeichnet. Christina Lux arbeitet derzeit an ihrem fünften Album das voraussichtlich im herbst erscheinen wird.