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Bonner
Rundschau vom 13.12.04 - Konzert Harmonie Bonn "Acoustic
Soul" nennt Christina Lux ihre Musik. Was man darunter zu verstehen
hat, demonstrierte die junge Sängerin jetzt mit ihrer Band mit
Heiko Braun am Schlagzeug und Marius Goldhammer am Bass in der Harmonie.
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Göttinger Tageblatt vom 1.11.04 Kraftvoll
und sinnlich Christina
Lux ist eine starke Frau. Selbstsicher steht sie mit ihrer Gitarre auf
der Bühne. Ihre Songs geben Kraft, ihre Texte machen Mut, ihre Musik
ist temperamentvoll und sensibel. Am Sonnabend gastierte mit Christina
Lux eine der bedeutendsten Songwriterinnen aus deutschen Landen im Göttinger
Nörgelbuff.
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17.10.04 Köln Stadtgarten Hier
eine schöne Kritik: Ich mag es, wenn ich in Begeisterung versetzt werde, am liebsten überraschend. Ich wusste, nicht, was mich erwartete, als wir uns in den Konzertsaal gesetzt hatten. Zwar hatten wir bereits einen Tipp erhalten, dass diese Frau gut sei, doch Geschmack ist persönlich und Bewertungen ja immer subjektiv - so wie diese Daumenkritiken. Und dann wandelte sich meine Verblüffung ziemlich rasch in uneingeschränkte Begeisterung. Was für eine Sängerin, welche Power, welche Spielfreude, dazu zwischen den Songs gewinnende Kommunikation mit dem Publikum, Freundlichkeit, intelligente Überleitungen, die leicht und locker daherkommen, auch wenn sie inhaltlich mal nicht so unterhaltsam sind, weil es auch der anschließende Song nicht sein soll.... mehr... Daumendetails Nette Seite! |
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Dithmarsche
Landeszeitung vom 8.10.04 Auch
mit politischen Themen setzt sich die Songschreiberin auseinander. So
prangert sie jene mächtigen Politiker an, die immer tiefere Keile
zwischen die Kulturen treiben. Bitter unter die Haut geht jener Song,
der sich mit Kindesmißbrauch befaßt: "Kleine Menschen,
die man benutzt und zerstört." |
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Kieler
Nachrichten vom 4.10.04 Man
fühlt sich entwaffnet von der Unmittelbarkeit dieser Frau, die mühelos
ganz allein den Bühnenraum mit ihrer Präsenz füllt, nur
begleitet von ihrem unaufdringlich groovenden Gitarrenspiel, mal auf der
Akustischen, mal auf der Elektrischen. Mit einer warm timbrierten Altstimme, die folkig modulieren kann, in den Höhen schneidend klar, dann wieder rauchig zart, singt Lux akustischen Soul vom Feinsten. Ganz gibt sich die 39-Jährige hinein in ihren Gesang. Scattet hingebungsvoll im Song Liar über das Ende einer Liebe, die nicht zur Lüge werden soll. Schwelgt, seufzt und schmeichelt gegen die Vereinnahmung von Religion durch Politik in Love is my religion. Und predigt schließlich funky mit gekonnten Fingerpicking untermalten Stück Tumbler. In ihren Zwischenmoderationen schrammt die Musikerin aus Kassel, die seit 20 Jahren in wechselnden Formationen und jetzt hauptsächlich Solo auf der Bühne steht, zwar schon mal an die Grenze zum allzu sendungsbewußten, wenn sie scheinbar keine Schlechtigkeit der Welt von der Bush-Politik bis zur Kinderpornographie im Internet auslässt, um sie anzuprangern. Aber vielleicht ist man ja auch bloß so viel offenherziges Engagement in post-modern-ironischen zeiten nicht mehr gewohnt. Lux verweigert sich eben der Schubladisierung in jeder Form. Am ehesten lässt sich ihr Stil noch mit dem amerikanischen Singer,-Songwriter vergleichen. Doch auch in ihren Lyrics entzieht sich Lux der simplen Einordnung. Ihre Lieder singt sie sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch und wechselt mitunter mitten im Stück die Sprachen. Keine Anwärterin also für due gerade auf der Fachmesse Popkomm diskutierte Quote für mehr deutschsprachigen Pop im Rundfunk, deren Befürworter schlicht auf Nationalität statt auf Qualität setzen. Eine
wie Christina Lux würde man wohl so oder so nicht als Hit im Radio
wiederfinden. dazu ist ihre Musik einfach zu eigenwillig. |
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Wunderbare
Autodidaktin Christina
Lux ist mit ihrem Solo-Programm im Jukuz Selzerbrunnenhof zu Gast. Selbstbewusste Sängerin Völlig
uneitel steht die Sängerin auf der Bühne: im einfachen
schwarzen Seit
fünf Jahren steht sie mit ihrem Soloprogramm auf der Bühne.
Sämtliche
Fränkische Landeszeitung 5.Mai 2004 Hier zu Lande gibt es keine fähigen Sänger/Songschreiber? Ansbach - Und wenn doch, sind sie jämmerliche Epigonen, die eher schlecht als recht ihren amerikanischen oder britischen Vorbildern nacheifern. Sagt das Klischee. Und trifft die Wahrheit damit wieder einmal nur halb. Denn es gibt Ausnahmen. Solche, wie Christina Lux, die zum "akustischen Montag" im "Cafe Max" der Ansbacher Kammerspiele ein Konzert der Extraklasse gab. Christina
Lux schreibt ihre nachdenklichen Balladen, ihre musikalischen Lebensbetrachtungen
mit Tiefgang durchwegs selber - und muss sich keine Sekunde hinter
Genre-Ikonen wie Joni Mitchell oder Suzanne Vega verstecken. Ausdrucksstark,
modulationsfähig und nuancenreich der rauchige Alt, konzentriert
und konturiert Lux' Umgang mit akustischer und elektrischer Gitarre. Dass
die Songs dieser Künstlerin in Ohr und Kopf bleiben, hat auch
etwas mit dem Identifikationsfaktor ihrer poetischen Reflexionen,
ihrer griffigen Alltagsphilosophie zu tun. So sinniert Christina
Lux etwa darüber, wie weit man sich in einer Beziehung vereinnahmen
lassen darf und wann es Zeit wird, die Reißleine zu ziehen:
"Irgendwann war ich nur noch Teil eines wir', es fehlte
die Freiheit, die Eigenständigkeit." Ein
Zustand, der für eine Individualistin wie Christina Lux unerträglich
sein muss. Ist sie doch das absolute Gegenteil jener eingangs erwähnten
Epigonen, pflegt lieber ihre eigene musikalische Handschrift, als
anderen hinterher zu schreiben oder zu singen. Die Ecken und Kanten,
die so gleichsam von selbst entstehen, sind durchaus erwünscht. Zumal
sich Christina Lux so richtig aufregen kann. Über Kriegstreiber
zum Beispiel. Oder über folternde Faschisten. Oder über
eine Internet-Kultur, die nicht nur unbegrenzte globale Kommunikation,
sondern ebenso grenzenlose Perversionen ermöglicht. Wenn Lux
über Kinder-Pornographie oder eine völlig "übersexte"
Medienindustrie schimpft, dann ist diese Attitüde erfrischend
echt und angenehm authentisch, kommt ehrlich aus Bauch und Kopf
ganz ohne aufgesetzte Betroffenheitsmaske. Christina Lux in der Kammer: ein puristisches Solo, das mitreißt, beeindruckt und bleibenden Eindruck hinterlässt. Auch und gerade, weil kommerzielle Glätte und Beliebigkeit bei diesem Auftritt durch konsequente Abwesenheit glänzen. Diese Sängerin wird wahrscheinlich nie den Sprung in die Popcharts schaffen. Was sie zu einer ganz heißen Empfehlung für Menschen mit offenen Ohren und beweglich gebliebenem Verstand macht. Hans von Draminski Wetterauer
Zeitung vom 16.4.04 Bad
Nauheim. Sie sieht auf der Bühne zwischen Akustik- und E-Gitarre,
blond, schmächtig fast ungeschminkt, in Strassen Kleidung eher
unscheinbar, wäre da nicht die gewaltige Stimme, die wie für
den Soul geschaffen wurde. Schon rein optisch signalisiert die Songpoetin
und Spitzengitarristin Christina Lux, die kürzlich im "Überflieger"
auftrat, die Dimension, um die es ihr geht: nämlich die Tiefe
und nicht etwa das Äußere. Pressestimmen und Fachkreise
vergleichen sie gern mit Alanis Morissette, Joan Armatrading und
Melissa Etheridge.
Flörsheimer
Zeitung 8.April 2004 "Berge
von oben betrachtet sind gar nicht mehr so unüberwindbar",
beschwor sie in einem Lied und leitete mit Blick auf Familienfeste
wie Ostern zum nächsten beitrag vom "ehrlichen Miteinander",
über Geschenke, die man nicht haben will und vorwurfsvolle
Blicke, die "ich nicht gern mit nach Hause nehme". Dann
wieder nimmt sie das Internet aufs Korn mit seiner gefährlichen
Seite, wo ein Pädophiler plötzlich denkt er sei normal,
weil es ja so viele gäbe. Mal ist es Sehnsucht, mal Protest,
mal Wut, die ihre Songs durchströmen, mitreißend durch
das leidenschaftliche Spiel mit Stimme, Tönen, Silben und der
ausdrucksstarken Mimik und Körpersprache. Nur selten singe sie in Deutsch, erklärt Christina Lux, (ihr Name ist übrigens echt und kein Künstlername), weil sie das ganze Emotionale im Leben in Englisch besser ausdrücken könne. Diese Sprache sei ihr schon immer sehr nah gewesen und durch die Ehe mit einem Amerikaner noch vertrauter geworden, so dass sie direkt in Englisch denkt und schreibt. Obwohl sie damit die andere Phonetik und die härteren Konsonanten im Deutschen umgeht, gefällt es ihr doch, dass deutsche Soulmusik im Kommen sei. Für
den Abend in Flörsheim hatte die Musikerin, die 1965 in Karlsruhe
geboren wurde, eine akustische und eine elektrische halbakustische
Jazzgitarre mitgebracht, die sie im Wechsel zum Einsatz brachte.
Dass Christina Lux auch deutsche Passagen im Repertoire hat, bewies
sie nach der Pause, als sie gesanglich darüber sinnierte, wie
schwer es ist sich selbst sein bester Freund zu sein. Oder als sie
die Welt voller extremer Religionen beklagte: Hätten die Leute
begriffen, was Liebe ist, dann bräuchten wir all die Religionen
nicht", und mit ihrem Bekenntnis "Love is my religion"
zugleich die intensivere Klanglichkeit der englischen Sprache demonstrierte. Zum homogenen Stimmungsbild trug neben 20-jähriger Erfahrung als Musikerin sicher auch die Ausstrahlung ihrer Persönlichkeit bei, die innere Kraft, ruhenden Pol und tiefste Überzeugung vermittelte, obwohl die Botschaften ihrer Texte ganz anderes verrieten. Souveränität bewies die Künstlerin auch, als ein an der Bühne lümmelnder Fan-Club-Roland sich mit Kommentaren in Szene setzte. Mit einem Lächeln ging sie zum nächsten Stück über. Ein Stück, "das angeflogen kam, aufs Papier floss - und fertig" ("So geht das nicht immer") und eine Aneinanderreihung von wunderbaren Dingen als geballte Ladung von Gefühlen im Keller vertrömte. Main-Rheiner Zeitung vom 06.04.2004 Konzert
der Sonderklasse Christina Lux nutzte ihren Besuch der Frankfurter Musikmesse für einen "Abstecher" zu ihrem Flörsheimer Fans. Mit ihrer wandlungsfähigen Stimme und ihrem eigenwilligen Funk-Folk-Stil präsentierte die Kasseler Sängerin Songs, die von ganz persönlichen Gedanken, Erfahrungen und Gefühlen erzählten - Texte, die mitten ins Herz gehen. Da schmunzelte die Zuhörerschar hörbar, wenn sie augenzwinkernd von "unerwünschten Geschenken" sprach, die man von einer Familienfeier mitbringt. Nein, keine Blumenvasen, sondern giftige, neidische Blicke oder spitze Bemerkungen. Aber
die Künstlerin spendete auch Trost, denn von oben sähen
die meisten Probleme klein und lösbar aus, wie sie in ihrem Lied
"Fly, high, high, in the sky" thematisierte. "In einer
Zeit der Oberflächlichkeit und glitzernder Leerhüllen, möchte
ich aufreißen und zurückbesinnen, auf das was uns Mensch
sein lässt", so Lux. Ihre englischen Songs wurden für
alle verständlich, stellte sie den Inhalt doch immer kurz in
Deutsch voran. Lux
sieht sich selbst in der Tradition der klassischen Singer und Songwriter.
Ihre Gitarre übernimmt die Rolle einer äußerst effektvollen
Begleiterin. Ruhig dahin fließende Akkordzerlegungen untermalen
die gefühlvollen Balladen wie "Cuts like a knife" oder
"Believe" und stehen immer wieder im Wechsel mit einfallsreichen
und rhythmisch akzentuierten Fingerpickings. Dabei ist Christina Lux
immer offen für Improvisation. Je nach Bedarf verarbeitet sie
in ihren Liedern Elemente aus Jazz, Soul, Funk und Folk. Durch viele
Musikstile hat sich die Künstlerin ihren eigenen Sound gewebt.
Ihre Biografie kann sich sehen lassen. Bereits mit 13 Jahren beginnt Christina Lux auf der Gitarre zu spielen und zu schreiben. 1989 wird sie von der Jule-Neigel-Band als Chorsängerin engagiert und tourt durch Deutschland. Zusammen mit Mario Argandona gründet sie die "Vocaleros" eine multikulturelle A-capella Formation. 1998 bringt sie eine EP heraus ("She is me") und 1999 ihre erste komplette Solo CD ("Little Luxuries"). Im Sommer 2000 spielt sie einige Konzerte im Vorprogramm von "Status Quo" und "Tuck&Patti", ehe im Juni 2001 ihre CD "Pure Love", eine sensible Platte, erscheint. Ausschnitte
daraus präsentierte sie ihrem "entrückten" Publikum
im Flörsheimer Keller. Ihre dezente, glasklare und doch ungeheuer
kraftvolle Stimme war Balsam für das Gemüt ihrer Zuhörer
- eben LUX-us. Borkener
Zeitung vom 1.2.04 Borken
(pv). Es ist schon häufiger geschrieben worden, aber deswegen
nicht weniger wahr: Wenn sich die Initiative Kleinkunst und die Midlife
Company zusammentun, kommt Wunderbares dabei heraus. Dieses Wunderbare
war am Freitagabend die Sängerin, Texterin und Komponistin Christina
Lux, die von der ersten Minute an den ausverkauften alten Ratsaal
begeisterte. Doch
woran lag es, dass Lux und Band die Zuschauer zu geradezu frenetischem
Applaus hinrissen? Schließlich kommt die Sängerin nicht
mit einer gigantischen Bühnenshow daher und auch ihre kongenialen
Musikkollegen, Marius Goldhammer (Bass) sowie Heiko Braun am Schlagzeug,
sind eher Freunde des Understatements. Wahrscheinlich ist es genau
das: die Zurückhaltung. Die drei, Christina Lux voran, stellen
sich ganz in den Dienst ihres Songs. Da bedarf es keiner Aufgeregtheiten
auf der kleinen Bühne. Dabei singt Lux durchaus von Themen, die aufregen. Etwa von Pädophilie im Internet - hier wird die Songpoetin bei "Abuse" energisch, geradezu zornig im Gesang, rutscht die schwarze Fellweste fast von der Schulter. Doch schon beim nächsten Song singt sie wieder verträumt - das Stück kann man vergleichen mit dem Architekten Gaudi: "Formen und Farben zum Wohlfühlen" - die Haare fallen langsam ins Gesicht und sie haucht ihre Texte von Familienfesten oder "über Dinge, die man von ganzem Herzen tut", ins Mikrofon. Dabei brauchen sich hinter ihrem Rücken Bassist und Rhythmiker nur mit kurzem Blick über Einsätze und Pausen zu verständigen. Dass auch diese beide solistische Qualitäten haben, wurde spätestens bei "Dig it out" deutlich, als Lux und Braun in einem fantastischen Wechselspiel das Publikum verzückten. Dabei hat Christina Lux eine Stimme wie... nein, hier braucht kein Vergleich gezogen zu werden. Denn sie hat eine wunderbare, facetten,- und nuancen reiche Stimme, die, aber auch nur wenn es zum Text passt, auch ihr enormes Volumen zeigt. Dazu passt auch, dass sie ohne Plektron spielt, also nur mit den Fingern, und so einen weichen Klang erschafft, der wunderbar mit ihrer einzigartigen Stimme harmoniert. Christina Lux brachte die tolle Atmosphäre am Freitagabend im Stadtmuseum auf den Punkt: Es gibt sie noch, diese wunderbaren kleinen Konzerte, die die Hefe im gesamten Kulturbetrieb sind.
Süddeutsche
Zeitung vom 23.1.2004 Die Songpoetin Christina Lux singt "Funky Folk" und besticht das Publikum mit ihrer warmen Altstimme Steinebach + Der Großraum München ist dicht besiedelt von Künstlern, die zu recht -und zum Glück- bestrebt sind, auch vor der eigenen Haustür Präsenz zu zeigen. So kommt es auch, dass auf den einschlägigen Bühnen des Landkreises sich viele renommierte Künstler abwechseln und für ein Niveau sorgen, dass man sich in anderen Gegenden nur erträumen kann. Doch
zu einer lebendigen Kultur gehört auch, hin und wieder über
den Tellerrand hinaus zublicken, neue Impulse aufzunehmen und vielleicht
auch mit eigenem Leben zu füllen. Eine solche Gelegenheit bot
sich am Mittwochabend im Steinebacher bei einem eindrucksvollen Solokonzert
von Christina Lux. Die
Sängerin und Songwriterin ist sicher mehr als ein Geheimtipp,
und dennoch war sie in der Region noch nie zu hören. Wieder einmal
ist es also Hans Schlegel gelungen seinem Publikum etwas ganz Neues
zu präsentieren. Christina Lux kommt aus Kassel, einer Stadt,
die nicht gerade als Musikmetropole bekannt ist, für einen reisenden
Musiker aber den Vorteil hat, in der Mitte von Deutschland seinen
Stützpunkt zu haben, was die Anfahrtszeiten zu den einzelnen
Auftritten angenehmer macht. Überall
im Lande, zwischen Bremen und Steinebach, Köln und Halle ist
die Sängerin denn auch zu hören. Meist steht sie alleine
auf der Bühne, begleitet sich selbst auf einer halbakustischen
und einer akustischen Stahlsaitengitarre. Angefangen hat sie als Chorsängerin
bei der Jule Neigel Band, war Mitglied einer A-Capella Formation und
hat im Laufe der vergangenen zehn Jahre mit zahlreichen berühmten
Musikern auf der Bühne gestanden. Christina Lux ist eine großartige Handwerkerin, die ihre Bühnenshow perfekt gestaltet, mehr als solide auf der Gitarre agiert, sich durch kaum etwas aus der Ruhe bringen lässt und vollkommen eins ist mit sich und ihrer Musik. Wirklich Aufsehen erregend an ihr ist jedoch und vor allem ihre Stimme. Die Sängerin hat eine schöne weiche Altstimme mit einem angenehmen Timbre, sie phrasiert sauber und ideenreich und hat eine lupenreine Intonation. Es
macht Spaß, ihr einen ganzen Abend lang zuzuhören, nur
weniges wiederholt sich, nichts wirkt eintönig. Interessant ist
auch der Stil, den Lux entwickelt hat und den sie auf ihrer Webseite
als "Funky Folk" bezeichnet. Die Bezeichnung ist gut, trifft
es aber nicht ganz, denn sie unterschlägt die vielen Färbungen
und stilistischen Ausflüge in Bereiche von Blues, Jazz oder Scatgesang.
Nur
hinsichtlich ihrer Kompositionen - das Konzert besteht zur Hauptsache
aus eigenen Songs - könnte man sich bei der Sängerin aus
Kassel eine Erweiterung vorstellen. Wenngleich viele ihrer Songs einen
tiefen Eindruck hinterlassen, könnte der gelegentliche Wechsel
in andere Sphären nicht schaden. Nicht zufällig erntete
sie großen Applaus für einen Song von Miriam Makeba -wohl
nicht zuletzt, weil er eine erfrischende Abwechslung darstellt. Große
Zustimmung und zwei Zugaben im sehr gut besuchten Steinebacher. Der
vermeintliche Miriam Makeba Song stammte ebenfalls von mir und war
ihr lediglich gewidmet. Ein Missverständnis.
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