ZUrueck 200120001999interview 
2001

Rheinische Post Dez.2001
Schwere Melancholie
(RP). Fast jeder Platz im Saal des "Steinenhauses" war besetzt, und trotzdem hätte man im Zuschauerraum eine Stecknadel fallen hören. Niemend redete, keiner rückte mit dem Stuhl - sicherlich aus Angst, mit dem kleinsten Geräusch die so zerbrechlich wirkende Stimmung im Saal zu zerstören. Wer solch eine intensive Zuhör-Atmosphäre schaffen kann, müsste eigentlich in der ersten Liga der Singer/Songwriter-Liga spielen.
Dass die Kölnerin Christina Lux trotzdem immer noch als Insider-Tip gilt, ist sicherlich eines der Rätsel des nicht immer gerechten Musikgeschäftes. Andererseits würde jegliche Form größerer Popularität natürlich solch intimen Rahmen, wie ihn das "Steinenhaus" bietet und der sich wieder einmal als ideal für die zerbrechlich-melancholischen, wunderbaren Songs von Christina Lux erwies, nicht mehr zulassen. Schade für die Musikerin, aber schön für ihre Fans.

Swingender Jazz-Mix
Lux bringt alles mit auf die Bühne, was für einen schönen Konzertabend nötig ist: Gute Songs, nicht zu einfach gestrickt und mit eingängigen Melodien. Eine Stimme, deren dunkles Timbre hervorragend dazu passt und eine Gitarrentechnik, für die manch anderer Gitarrist sie sicherlich beneiden wird. Besonders, wenn Christina Lux in den etwas flotteren Stücken ("Genug mit der Schwere") das Tempo anzieht und auch die Stile hin zu einem swingenden Jazz-Mix erweitert, kommt diese zum Tragen.

Aber solch lockere Songs dienten im "Steinenhaus" nur dem Durchatmen, denn gekommen waren die Lux-Fans - und das wurde schnell deutlich - um sich von bitter-süßer Melancholie verzaubern zu lassen. Wer allerdings auf die Texte der Lieder achtete, merkte schnell: Kein Abend für Elfen!

Stadtanzeiger Hamm 16.12.01
Ins Netz gehen bei Christina Lux
Sängerin bekommt Applaus live und im Homepage-Gästebuch
Hamm (mai). Ins Netz gegangen- beim Surfen durch die Musikangebote bleibt das Auge an einem Gesicht hängen. Das Ohr wird von einer MP3-Datei überrascht. Dann zeigt ein Blick ins Gästebuch mehr, als manche Musikkritik rüberbringen kann, echte, ganz persönliche Begeisterung für die Ausstrahlung und das Können von Christina Lux.
Mal solo, mal mit Begleitmusikern unterwegs, aber immer die Gitarre und wunderschöne eigene Songs im Gepäck, mag Christina Lux vor allem die Club-Atmosphäre, den unmittelbaren Bezug zum Publikum. Obwohl auch ihr erst das Internet viele persönliche Reaktionen beschert hat, die sie ermutigen, ihren musikalischen Weg weiterzugehen. "Die Homepage, die es seit etwa zwei Jahren gibt, hat mir gezeigt, wo ich wirklich stehe", erzählt sie am Telefon. "Nach einem Konzert redet man vielleicht mit ein, zwei Leuten. Mails und Gästebucheinträge haben mir erst gezeigt, was ich mit den Menschen eigentlich mache." Deren Begeisterung gibt Christina Lux Selbstbestätigung für ihre Art, mit ihren eigenen zerbrechlich wirkenden Songs weitab von den Hauptströmungen
des Musikgeschäfts Menschen zu bewegen. Oft mit sehr viel Improvisation. "Ich bin der faulste Musiker, den ich kenne", bekennt sie lachend. "Oft gehe ich nur mit dem Skelett eines Songs auf die Bühne und lass es dann einfach fließen. Ich geb mich da ganz dem Lustprinzip hin." Diese "Faulheit" ist auch der Grund, warum sie in Englisch textet: "in Deutsch müsste ich mir das viel härter erarbeiten." Für sie ist Englisch die musikalische Muttersprache gewesen. Als ihr Ohr als Kind von Blues, Soul und auch Jazz geprägt wurde. Dass ihr Sprachvermögen auch dazu führte vor Größen wie Paul Young und Long John Baldry aufzutreten oder Support für "Fury In The Slaughterhouse" zu sein, ist da eher ein Nebeneffekt. Überhaupt, mancher, der glaubt Christina Lux
, das ist übrigens kein Künstlername - nicht zu kennen, hat sie vielleicht bei einem Jule Neigel Konzert im Background gehört, oder bei Edo Zanky DeepPurple-Macher Jon Lord und Oleta Adams.
Schon damals trieb sie parallel ihre Soloprojekte voran.Von 1994 bis 1998 in der A-Capella-Formation "Vocaleros" zeitlich sehr gefordert, entschied sich Christina schließlich für die Solo-Auftritte und ihre eigenen CDs.
Live überzeugt sie nicht nur musikalisch. "Menschen sind heutzutage auch auf optische Reize getrimmt. Aber, wenn ich jetzt schlecht singen und spielen würde, würde es nicht lange halten", meint sie zu der Frage, inwieweit Aussehen eine Rolle für den Erfolg spielt. Sie nutzt ihre Eigenarten, so auch die auffällige rauchige Stimme, ihr Talent als "Jäger und Sammler" für Begebenheiten, aus denen dann ihre Texte entstehen. Gerade in der Zeit der künstlich geschaffenen Popgrößen, ist eine Begegnung mit Christina Lux ein schönes Stück Realität.

WAZ 10.11.01
Beim Hünen Dawson wirkt die Gitarre wie eine Ukulele
Macondo-Festival: Doppelkonzert mit Bruder und Christina Lux

Christina Lux redet nicht lange drum herum: " Kommt alle so nah wie möglich, damit ich euch direkt in den Augen schauen kann", ist ihr erster Satz, noch bevor sie auch nur eine Zeile gesungen hat. Der Blick der Blondine scheint sirenenhafte Wirkung zu haben, denn die Männer in der vordersten Reihe sind -wie sich nach einigen Songs herausstellt- richtige "Groupies", die ihr von Konzert zu Konzert nachreisen. Christina Lux ist eine glücklich verheiratete Mutter. Deshalb ist ihre Flirt-Darbietung wohl eher höchst professioneller Dienst am männlichen Fan als echt gemeintes Femme-fatale-Getue. Zu einem Engel der Truck-Stops kann sie es mit ihrem in der Tat nicht ungekonntem Live-Verhalten, ihrem persönlichen Groove und der bluesigen Stimme sicher bringen, auch wenn ihre Songs eher Durchschnitt sind.

Den zweiten Akt bestritt ein alter Bekannter: Julian Dawson kann auf eine 25-jährige Karriere zurückblicken, die er zum Teil als Einheizer von Niedeckens Bap verbrachte. An diesem Abend ist er nicht alleine gekommen. Seinen Begleiter am Bass und an der Steel-Gitarre stellt er in perfektem Howard Carpendale Deutsch vor: " Er ist ein guter Musiker und nicht schlecht als Bruder: Matt Dawson. Der Meister selbst spielt Gitarre, die sich bei dem glatzköpfigen Hünen im Schottenrock allerdings eher wie eine Ukulele ausnimmt. Die Veranstalterin Petra Vesper hat sich mit Dawsons Auftritt einen ganz persönlichen Wunsch erfüllt. Aber sie ist durchaus nicht alleine: der Ratskeller, der laut Dawson ein bisschen nach Zirkusmanege riecht, füllt sich schnell mit Stimmung und Applaus, nicht aber mit Rauch: der Sänger kränkelt und verbannt die Qualmer ganz nach hinten in den Eingangsbereich.
Ciwa

An WAZ Bochum
Bitte an Christian Wahl weiterleiten! DANKE! Christina Lux

Guten Tag Christian Wahl!
Sie haben in der WAZ nach meinem Konzert eine Kritik geschrieben.
Ich habe bisher erst einmal einem Kritiker geschrieben, Sie sind der Zweite.
Wie man auf meiner Webseite lesen kann, muss ich mich auch zu meiner Freude selten mit derartigen Kritiken wie der Ihren quälen. Ich könnte jetzt sagen, was soll's, es ist halt dem Wahl seine Meinung. Was mich aber ärgert und verletzt ist ihre Respektlosigkeit.

Julian ist Engländer und seine Ansagen haben mit perfektem-Howard Carpendale -Deutsch wenig gemein. Julian ist weit mehr als der Einheizer von Bap gewesen. Traurig, dass Sie 25 Jahre Karriere darauf reduzieren.
Der "kränkelnde Künstler" Julian hat gerade eine Krebsoperation überstanden und so ist in dem Zusammenhang auch der Kommentar über die verbannten Raucher ziemlich eigenartig. (Sie haben ja auch recherchiert, dass ich glücklich verheiratete Mutter bin). Abgesehen davon, dass es für einen Sänger sehr anstrengend ist, während der Performance ständig Rauch einzuatmen.

Und nun zu mir. Kundendienst am männlichen Fan? Femme fatale Getue? Truck-Stop Engel ? Groupies? Haben Sie dieses Bild gezeichnet, weil Sie das so sehen? Haben Sie meine Texte und Songs wirklich wahrgenommen? Ich bin seit 20 Jahren Musikerin mit Herz und Seele.
Es ist erstaunlich, wie Sie es fertig bringen eine Kritik über ein Konzert zu schreiben und so wenig von Musik zu erzählen und Sie scheinen viel mehr von sich selbst preiszugeben. Von einem Mann, der Sinnliches, Augenzwinkerndes von plumpen Anmachverhalten scheinbar nicht unterscheiden kann und das, was er gesehen hat so interpretiert.

Ich kann Kritik, die kompetent und respektvoll geäußert wird, gut ab.
Ihre Kritik hatte etwas Beissendes und Fieses. Vielleicht denken sie mal daran, dass es Menschen und Persönlichkeiten sind, über die sie da schreiben, falls dass ihr üblicher Stil sein sollte, und dass man auch, ohne verletzend zu schreiben, eine journalistisch gute Kritik schreiben kann.

Ich spiele übrigens am 23.1. in der Hausbrauerei Tauffenbach.
Sollten Sie noch nichts vorhaben, "würde ich Ihnen gerne direkt in die Augen schauen...."

Mit freundlichem Gruß Christina Lux


5.11. HNP Herbrechtingen
Kleiner Musikus, große Stimme
Fantastisch: Christina Lux spielte und sang im Herbrechtinger Kloster "Little Luxuries"
Ein begeistertes Publikum wurde am Freitagabend in Herbrechtingen mit "Little Luxuries" verwöhnt. Einem Musikprogramm, in dem Christina Lux überwiegend Eigenkompositionen spielte und sang. Luxuriös war er nicht, der Raum des in der Renovierung befindlichen Klosters Herbrechtingen, in dem Christina Lux auftrat, dafür aber gemütlich rustikal und so voll, dass ein Teil des Publikums stehen musste. Die sympathische junge Sängerin, die sich selbst auf der Gitarre begleitet, hat -und das bemerkt man schon nach einigen wenigen Tönen- eine hervorragende vielseitige Stimme mit sehr viel Volumen, was zu der zierlichen Person so gar nicht passen will.
Auch das Programm der Sängerin ist vielseitig, deutlich beeinflusst von American Folk, kombiniert mit Elementen aus Jazz und Soul. Die Klarheit ihrer Stimme erinnert an Joan Baez. Die Musik ist häufig gefühlvoll-poetisch, dann wieder temperament- und humorvoll. Thema ist die Liebe in allen Varianten. Christina Lux bezeichnet sich selbst als einen "grüblerischen Menschen", als jemanden, der "naiv an die Liebe glaubt". Mal fühlt man sich in die 70iger Jahre versetzt, dann in die Zeit der Protestsongs, dann folgt ein sentimental-gefühlvolles Liebeslied oder ein fetziger-temperamentvoller Song mit mitreißendem Rhythmus.
Der amerikanische Einfluss auf ihre Musik ist offensichtlich -und das nicht nur in den englischsprachigen Texten. So hat sie acht Jahre mit einem Amerikaner zusammengelebt und das hat sie offensichtlich auch in musikalischer Hinsicht geprägt. Und natürlich dominiert auch bei uns in Deutschland die englischsprachige Musik. Außer Reinhard Mey oder Konstantin Wecker habe sie früher kaum deutsche Musik gehört. Vereinzelt, so sagt sie, gibt es wieder deutschsprachige Musiker, die auch gute deutsche Texte schreiben, wie z.b. Xavier Naidoo oder Fanta 4. Im Moment werde in Deutschland aber oft zu wenig Wert auf den Text und Inhalt gelegt. Sie selbst hat erst ein einziges Lied in deutscher Sprache geschrieben. (zum Thema Rassismus).
Der "kleine Musikus" (Lux über Lux) mit den Liedern voller Intensität ist ohne Zweifel ein Geheimtipp. Die Musikerin schreibt nicht nur wunderschöne Songs, sie hat auch eine ebensolche Stimme, die den Vergleich mit vielen berühmten Sängerinnen wahrlich nicht zu scheuen braucht.
Und wie sagt mein Nebensitzer im überfüllten Klosterraum: Ich dürfte auf keinen Fall vergessen zu erwähnen, wie erotisch diese Stimme ist - was ich hiermit im Namen der Männer gerne tue.
Andrea Meiritz

SWP 12.Oktober 2001
POP/Christina Lux im Roxy, Ulm
Solo in großer Besetzung
Diese Frau wird seit Jahren als Geheimtipp gehandelt - nicht nur als Sängerin, sondern auch als Gitarristin. Jetzt gastierte Christina Lux im Roxy
Auf der Bühne steht sie schon seit fast zwei Jahrzehnten. Bei den Kölner Stimmartisten Vocaleros stieg sie vor einigen Jahren aus, weil sie ihre eigenen Songs singen wollte. Und kein Geringerer als der Gitarren, - und Soundguru David Torn war es, der ihr den Tipp gab, dass sie es auch alleine schaffen könnte. "Also habe ich mich hingesetzt und Gitarre geübt", sagt sie.
Das Ergebnis kann sich wahrlich hören lassen: Die Stimmqualitäten von Christina Lux sind in der Branche ohnehin kein Geheimnis. Auf zahllosen Produktionen ist sie zu hören. Und ihre Stimme hat alles, was sie braucht. Ein Alt, der von glockenklar und samtig bis kehlig variiert, ein Organ, das Christina Lux in jeder Nuance beherrscht. Da singt niemand, das ist Gesang.
Und da ist ihr Gitarrenspiel: Da stimmt einfach alles. Das Timing, das Arrangement, die Intonation. Perfekt. Zusammen ergibt das tatsächlich eine One-Woman-Band, die es mühelos schafft, auch Songs auf die Bühne zu bringen, die eigentlich nach großer Besetzung rufen. Diese Songs haben eine Stärke: Sie sind meist harmonisch komplexe Kabinettstückchen weitab vom üblichen Liedermacher. Und sie haben eine Schwäche: Sie verlassen sich ein wenig zu sehr darauf, dass diese One-Woman-Band alles so spielen kann, dass es zur Gänsehaut beim Publikum reicht. Ein wenig mehr Melodie und etwas weniger Virtuosität hätten ihrer Musik gut getan.

bei melodiva im netz:
Christina Lux "Pure Love"
Mit "pure love" legt die in Köln lebende Singer-Songwriterin ihr drittes Album vor. Diese "pure Liebe" für Songwriterinnen sollte der/die ZuhörerIn mitbringen, für das spärlich produzierte Album mit
7 Live-Mitschnitten. Der erste Titel "Shelter" fällt voll aus der Reihe und ist aber mein absoluter Favorit und Hit-Tip. Ich bin absoluter Fan ihrer samtrauchigen "black voice", sie intoniert wirklich wundervoll und farbenreich. Dieser Song groovt und schiebt und berührt. Mit Baß und Cajonnes (meiner Meinung nach) produziert, kommt er wirklich chartverdächtig rüber. Wundervolle, sensible und kraftvolle Produktion. So könnte und sollte es ab und zu mal weitergehen.
Schade, aber die Balladen und lyrischen "pure-" lovesongs sind mir in dieser Ballung zuviel des Guten. Mir fehlt die Abwechslung und die Stilvielfalt. Selbst bei gutem Songmaterial, ihrer groovig gespielten Rhythmusgitarre und lyrischen Texten sind zu viele Life-Songs drauf, die life bestimmt besser rüberkommen - ...wohl eben eher ein Abträumalbum für frisch Verliebte!!!
CD Christina Lux "Pure Love" produced by Chr. Lux-York for "microphone" e/2001 (www.christinalux.de), 9 Tracks, Laufzeit 45:38 Min.
Anne Breick

Grafschafter Kultur August 2001
Gitarristin als Jägerin und Sammlerin
Christina Lux erwies sich nicht nur als hervorragende Gitarristin, sondern überraschte die Zuhörer auch mit einer schönen, klaren und facettenreichen Stimme. Uns sie hatte das, was man als persönliche und künstlerische Ausstrahlung bezeichnet. "Dieser Text kam einfach zu mir geflogen", lautet zum Beispiel eine ihrer selbstbewußten und allürenfreinenSong-Ankündigungen. "Ich weiß bis heute nicht genau, was er mir sagen soll, aber er tut mit gut." Es folgte ein verhaltenes jazziges Stück, das so unbefangen lustvoll und voller Hingabe vorgetragen wurde, dass man der Sängerin ihre Ankündigung schon nach den ersten Takten glaubte. Ähnlich authentisch wirkten auch ihre leisen langsamen Balladen, darunter ein Lied an einen Freund, der sich selbst nicht mehr lieben konnte. "Wenn du dich jetzt durch meine Augen sehen könntest, du würdest dich sofort in dich verlieben".
Vollblut-Musikerin
Die 36-jährige gebürtige Karlsruherin ist eine echte Vollblut Musikerin und Autodidaktin. Nachdem sie relativ spät, mit 16 Jahren, ihre Liebe zum Gitarrenspiel entdeckte "schmiss" sie das Abitur und arbeitete mit diversen Bands zusammen. Seit gut vier Jahren ist sie jetzt als Solo Künstlerin unterwegs. Bis auf wenige Ausnahmen stammen alle musikalischen und Textbeiträge von ihr selbst. Auf die Frage, woher sie ihre Anregeungen bezieht, antwortet sie : "Ich bin irgendwie ein Jäger und Sammler. Manchmal gehe ich längere Zeit mit Ideen schwanger. "
Jutta Langhoff

Transparent 9/01
Ruhige Balladen im Wechsel mit funkigen Stücken, samtig und kraftvoll soulig gesungene Stücke - die Vielfalt der Kölner Musikerin ist erstaunlich. Musik und Texte hat sie selbst
geschrieben und Akustik,-und E-Gitarre gespielt.

Westzeit Ausgabe August 01
CHRISTINA LUX - Pure Love (Microphone)
Auf Ihrem neuen Album macht Christina Lux Ihre Sache im wesentlichen besser als auf dem Vorgänger Little Luxuries. Da gibt es nämlich neben ihren Markenzeichen-Live-Tracks diesmal auch zwei produzierte Tracks - "Shelter" und "Believe", die etwas über den Tellerand des Jazz-Songs in Richtung Pop herauslugen. Die Live Tracks - zumeist aus ihrem "Hausclub", dem Kölner Stadtgarten - sind dann im Gegensatz zur besagten letzten Scheibe etwas weniger omniglobal ausgefallen.D.h.: Es gibt weniger Manierismen und mehr Song und das ist gut so, denn zwischen den Tönen hat Frau Lux immer noch eine gehörige Portion Drama drauf. Dabei kann man ihre Vorzüge - als da wären die makellose Stimme, der pointierte Vortrag und das delikate Gitarrenspiel - gar nicht genug hervorheben und loben. Wie so oft gilt besonders und in jeder Beziehung für diesen Fall: Weniger ist mehr.
Ullrich Maurer

HIFI TEST Juli/August 2001
Ein Blick auf ihre Website unterstreicht eindrucksvoll, dass sich nach der gemeinsamen Tournee mit Tuck + Patti im Mai die Liebeserklärungen an die Kölner Sängerin/Gitarristin und ihre Musik häufen. Wenn sie mit zwei Gitarren die Bühne betritt, dann mit angenehm dunklen Timbre ihre souligen, dezent funky groovenden Balladen über Glauben, Lieben und Hoffen intoniert, aber auch Zweifel und Sehnsüchte formuliert, umgibt sie eine Aura, die sofort gefangen nimmt. Sympathisch wie souverän interpretiert die Lux ihren dynamischen, musikalischen Mix zwischen Folk und Jazz, erzählt dazu ganz persönliche Geschichten und verbreitet dabei viel Wärme und Sinnlichkeit. Die Songs von Christina Lux überzeugen auch durch ihre Intensität und Intimität. Interpretation 5 Klang 4-5 (Skala von 1-6)

PRINZ, Köln Juli 2001
Den ersten Kontakt zur Musik hatte die in Köln lebende Sängerin/Songwriterin als die Krautrocker von Guru Guru auf dem Bauernhof ihrer Eltern probten. Ihre zweite Solo CD birgt wieder einige wunderschöne, bewegende Folk-Songs.

KÖLNER ILLUSTRIERTE, Juli 2001
Christina Lux hat ihr neues Album "Pure Love" aufgenommen. Wie der Titel schon sagt, geht es hier um ein Thema, das uns alle am meisten beschäftigt. Neun Funky-Folk und Popsongs, schön dezent instrumentiert und in erster Linie begleitet von ihrer akustischen Gitarre, beinhaltet das Werk.

GITARRE UND BASS Juli 2001
Christina Lux, Sängerin, Gitarristin und Komponistin von Pop, Folk Soul und Jazz, hat mit "Pure Love" ein Album mit Liebesliedern (im weiteren Sinne) veröffentlicht. Zwei Studio Tracks (mit Band) und sieben Live Nummern (solo) - ein interessantes Album. Was diese Musikerin von anderen unterscheidet ist eine schöne, wirklich tiefgehende Stimme, die sie mit sehr viel Spontaneität und Improvisationsgefühl einsetzt, und dazu eine eigenständige und sehr jazzig-groovende Rhythmusgitarre, wobei Christinas Akustische auch mal ein paar Effekte abbekommt. Großartig!

ZEITUNGSGRUPPE LAHN-DILL, Juni 2001
Musik: 8-10
Nach ihrem ausgezeichneten Debütalbum "Little Luxuries" beweist Christina Lux bei ihrer zweiten Solo CD Sinn für Kontinuität: Es ist ausnahmslos auf hohem bis sehr hohem Niveau. In bester Singer/Songwriter-Tradition begleitet sich die gebürtige Nordhessin auf der Gitarre. Dass bis auf zwei Ausnahmen alle neun Songs ausschließlich live (im Jazzclub Minden oder im Kölner Stadtgarten) aufgenommen wurden, verleiht dem Album eine besondere Authentizität. Es ist zum Greifen spürbar: das feine atmosphärische Geflecht, das "das Lux" mit seinen Zuhörern verbindet. Vergleiche mit Lisa Loeb oder Cindy Bullens sind berechtigt. Anspieltipp: der geniale "Liar". Text: 9 Von ausgesuchter Nachdenklichkeit geprägt, erzählt die Poetin Geschichten über offene Herzen und schmerzliche Liebe, das Leben und manches über sich selbst. Klang: 10 Von einer magischen Präsenz und feiner Transparenz. Phantastisch – sowohl Künstlerin, als auch Aufnahmetechnik. Gesamt: 9 Skala von 1=indiskutabel bis 10=genial. Wertung: Musik 60%, Text 20%, Klang 20%.
Zur Gesamtnote wird wahlweise auf- oder abgerundet.

VINTAGE GUITAR NEWS Ausgabe 28 Juli
Die Singer/Songwriterin Christina Lux hat sich mit ihrer dunklen charismatischen Stimme voller Melancholie und Kraft schon längst einen hervorragenden Namen in der Musikszene erspielt. Immer mehr entwickelt sie sich zu einer außergewöhnlichen und eigenwilligen Solokünstlerin, die in ihren Texten und mit ihrer eindringlichen, sinnlichen Stimme Persönliches und Bewegendes so gekonnt erzählt, dass es kaum unberührt lässt. Ihre samtige Gänsehautstimme geht sofort unter die Haut. Nur von ihrer Gitarre begleitet wird es nah und intensiv. Sie spielt einen eigenwilligen Funky-Folk Stil und bedient sich ungeniert auch Soul und Jazzelementen, wenn der Song es braucht. Eine Autodidaktin in voller Konsequenz, die sich viel Raum für Improvisationen lässt und die Songs immer wieder neu zelebriert. Es zeigt sich eine enorme Bandbreite, die sie mit viel Groove und Spielfreude auf die Bühne bringt. Mit "Pure Love" präsentiert sie ein Album mit Liebesliedern im weiteren Sinne. Neben zwei Studiotracks mit Band gibt es sieben Live-Nummern, die sie mit ihrer eigenständigen sehr jazzig groovenden Gitarre begleitet, wobei sowohl die akustische als auch ihre elektrische Gitarre mit geschmackvollen Effekten dezent veredelt sind. Insgesamt ist es souverän und relaxed gespielte Musik zwischen Pop, Soul und Jazz.

KEYBOARDS 08/01, CD-MIX
CHRISTINA LUX Pure Love Selbstverlag/ohne Bestl.-Nr., 9 Tracks, 3:26 bis 7:32, gesamt: 45:40, Bezug via Homepage: www.christinalux.de

Singende Frauen mit angenagelter Akustikgitarre sind nicht Ihr Fall? Das versteht Ihr Rezensent angesichts der allermeisten Vertreterinnen der Frau-mit-angenagelter-Akustikgitarre-Spezies nur zu gut - auch wenn er sich die Replik nicht verkneifen kann, dass ihm im Leben schon manches (Audio-)Vergnügen entgangen wäre, hätte er ausschließlich spreizbeinigen Metal-Männern mit angeschweißter E-Gitarre gelauscht und nie, zum Beispiel, Christina Lux. Lux - 35, wohnhaft in Sausalito/California - ist im Golden State eine sichere Bank, wenn es gilt, Clubs zu füllen oder Warteschlangen vor Record-Shops zu produzieren, deren Besitzer an einem späten Samstagabend leichtsinnigerweise noch ein "New LUX album in store": Monday!"-Plakat ins Fenster gehängt haben. Kein Wunder auch, denn was die Lux - als Backup-Vokalistin schon von Jon Lord (Deep Purple) und anderen Rock-Celebrities engagiert - auf ihren Soloalben serviert, ist Material vom Feinsten: zumeist selbstgeschriebene Folk-Blues-Pop-Jazz-Songs, in denen sie, mehr noch als mit ihren Saitenkünsten, mit einer Multi-Oktaven-Stimme frappiert, die alle humanen Emotionen - von "up in the skies" bis "down on the bottom" - auslotet und dabei jedes falsche Sentiment meidet. Nach "Little Luxuries" (siehe KEYBOARDS 02/00) liegt nun mit "Pure Love" ein weiteres aus Live-Mitschnitten und Studio-Aufnahmen kompiliertes Lux-Album vor, auf dem die Amerikanerin ihre Trümpfe ausspielt. Lux up in the skies: "Shelter" (Track 1), Lux down on the bottom: "Liar" (Track 4). Dazwischen: ein zwischen Ups & Downs freundlich vermittelndes "Love is..." (Track 6. Aufnahmen, die plausibel machen, weshalb auf Frankfurter Musikmessen - anlässlich eines Lux-Showcase - schon des öfteren US-Bürger angetroffen wurden, deren Ohren und Augen noch größer wurden, als sie erfuhren, dass Christina Lux nicht, wie oben von Ihrem Rezensenten dreist erlogen, ein kalifornisches Gewächs ist, sondern als Kölnerin einen deutschen Pass besitzt. Was man wirklich schriftlich haben muss, um es zu glauben. Aber nun haben Sie es schriftlich, verehrte LeserInnen. Und das Staunen nach dem Kauf dieses Albums haben Sie sich verdient.

FRITZ, Kassel Juni 2001
Wenn es ein Musiker aus der Region es einmal schafft über die Stadtfest Bühne hinauszuschauen, wollen wir das auch anerkennen. Christina Lux hat es geschafft und blickte als Support mittlerweile schon mit Status Quo, Fury in the Slaughterhouse und Paul Young auf großes Publikum. Ihr zweites Soloalbum nach "Little Luxuries" reduziert sich auf das Geschrummel ihrer Gitarrensaiten und Christinas samtiger Stimme, bei deren Klang man irgendwie das Gefühl hat, sie schon öfter einmal im Ohr gehabt zu haben. Das schafft Vertrautheit und eben die braucht es für ihre emotionsschwangeren Songs. Mit ihrem deutschsprachigen Titel "Bist du ohne Liebe?" beweist sie uns, dass sie sich nicht nahtlos an den Erfolgszug amerikanischer Songwriter à la Sheryl Crow oder Aimeé Mann dranhängen will. Eine Songwriterin wie sie eben im Buche steht und die sicherlich irgendwann einmal allein auf der Centerstage steht. Dennoch bleibt Melancholie Geschmackssache.

Xcentric Kassel Juli 01
Eine Stimme, eine Gitarre, manchmal braucht es nicht mehr. Die ehemalige Jule Neigel Background Sängerin Christina Lux ist zum Glück irgendwann aus dem Hintergrund ganz nach vorne auf die Bühne getreten. Das Ganze gibt es jetzt auch auf der neuen CD PURE LOVE. Funky-Folkstil mit Soul,- und Jazz Anleihen. Und dabei bleibt jede Menge Platz für Improvisation.

SOUNDCHECK, August 2001
Im Chor sang sie schon für Edo Zanki, Jule Neigel, die Furys, Mick Karn oder Jon Lord; nur mit der eigenen Karriere wollte es bisher noch nicht recht vorangehen. Mit PURE LOVE sollte es nun aber endlich klappen, denn noch nie klang Christina Lux so eindringlich und ausgeglichen wie hier. Meist nur begleitet durch ihre akustische Gitarre singt sie mit samtweicher Stimme meisterhaft komponierte Balladen, irgendwo zwischen Rickie Lee Jones und Shawn Colvin. Sinnliche Musik zum Eintauchen und ein Lehrstück für alle Pop-Songwriter.

JOURNAL FRANKFURT, Juli 2001
Wenn sie mit Gitarre und angenehm dunklen Timbre ihre souligen, dezent funky groovenden Balladen über Glauben, Lieben, Hoffen intoniert, aber auch Zweifel und Sehnsüchte formuliert, umgibt sie eine Aura, die gefangen nimmt. Sympathisch wie souverän interpretiert die Lux ihren dynamischen Musik-Mix zwischen Folk und Jazz und verbreitet dabei viel Wärme und Sinnlichkeit.

BONNER ILLUSTRIERTE, Juli 2001
Die Musik der früheren Vocaleros Mitstreiterin lebt von einer umfangreichen Stimme. Sinnlich, sentimental, herb und lieblich singt Lux nach amerikanischer Songwriter Manier mal funky, mal folkig – immer satt und schnörkellos. Harmonisch fließende Melodiebögen kennzeichnen dabei ihre Kompositionstechnik in nahezu allen Songs.

Bremen 14.5.2001
"Tuck&Patti" im Schlachthof / Im Vorprogramm Christina Lux
Kein Wunder, dass sich Christina Lux in diesem Kontext wohlfühlt. Die junge Sängerin und Gitarristin aus Köln tritt vor "Tuck+Patti" im Schlachthof auf und, wenn man so will, ist Christina Lux den Zielen dieses Duos auf der Spur - nur eben ganz alleine. Um das zu unterstreichen hat sie allerdings spezielle Titel aus ihrem Repertoire herausgesucht, solche die offener mit einer Verquickung von frei schwebenden Gesangslinien zu fragilen Patterns der halbakustischen Jazzgitarre spielen. Eigentlich ist Christina Lux eher eine klassische Singer/Songwriterin, die oft genug die akustische Gitarre zupft, dabei auch schon mal gewisse Rockelemente verwendet. Bei diesem Auftritt weckt sie dagegen gewisse Erinnerungen an Joni Mitchell in ihrer jazzgetränkten "Mingus"-Phase. In diesen gewagteren Formen könnte die Zukunft der jungen Frau mit der ausgezeichneten Stimme liegen.

Mindener Tageblatt vom 13.2.2001
Bravouröse Premiere Minden
Mehr als 120 Zuhörer waren am Samstag in den Jazzclub Minden gekommen Stimme (und zwar einen feine, erstaunlich ausgereifte und berührende) akustische und elektrische Gitarre – mehr braucht Christina Lux nicht um einen ganzen Abend zu gestalten. Von Blues und Folk durchzogen sind ihre Stücke, die mal als ruhige Balladen, mal kraftvoll funky in den Bann ziehen. Lux hat sie selbst geschrieben, ebenso wie die Texte, die sich kritisch mit dem Zeitgeschehen auseinander setzen und mit denen sie die Welt ein Stück liebenswerter machen will. Immer wieder von Liebe und Freiheit ist da die Rede, von zwischenmenschlichen Beziehungen. "Bist du ohne Liebe?" heißt der einzige deutschsprachige Titel mit dem Christina Lux ein Zeichen setzen will – gegen Fremdenhass. Sie glaubt an das Gute im Menschen und bringt es dem Zuhörer mit ihrer eindringlichen und sinnlichen Stimme so nah, das es nicht unberührt lässt. Zart und samtweich klingt ihre Stimme in den eingängigen aber niemals einfältigen Balladen, denen sie mit ihrer akustischen Gitarre ein dezentes Rhythmusgerüst verleiht. Doch auch, wenn sie mal eine schnellere Gangart einlegt, wie in dem wundervoll funkigen "Diggi" weiß sie mit dunkel gefärbter Soul-Stimme zu überzeugen. Überhaupt ist das Stimmvolumen der zarten Mittdreißigerin erstaunlich, fasziniert die klangliche Reinheit ihrer Stimme, mit der sie ihren Songs Farbe und Persönlichkeit einhaucht.....so dankte ihr nun ein begeistertes, zugabenforderndes Publikum mit kräftigem Applaus.