ZUrueck 200120001999interview 
2000

Hildesheimer Zeitung vom 20.12.2000
Liedermacherin alten Stils
Christina Lux stellt sich in der Mühle erstmals solo vor HILDESHEIM.

Christina Lux hat in der Jule Neigel Band gesungen, mit Größen wie Jon Lord zusammen gearbeitet und im Vorprogramm von Paul Young gespielt. Im letzten Jahr startete sie ihre Solokarriere mit dem Debütalbum "Little Luxuries", das sie nun in der Bischofsmühle vorstellte. Etwas später als geplant begann ihr Konzert weil das Publium auf sich warten ließ. Als die Mühle dann doch gut gefüllt war ging es endlich los. Funkigen Auftakt bildete "Free", eine groovige Funknummer, angehaucht mit Elementen aus Jazz und Pop. Entspannt begleitete sis sich dazu auf der Jazzgitarre. Auffallend war die Lockerheit, mit der die Songwriterin ihr Instrument spielte. Bereits nach der ersten Nummer war klar, dass man die Kölner Sängerin stilistisch nur schwer einordnen kann. Ihr Gitarrenstil erinnerte sehr an die Rock-Jazznummern der 70er Jahre. Ihre Balladen wiederum ließen einen Hauch von Joan Baez erkennen, mit tiefgängigen Texten über Liebe, Trauer und Gefühl. Oder sie wurde politisch: So sprach Lux ersnst über Rechtsradikalismus oder Diskriminierung von Minderheiten und erinnerte dabei, die Gitarre in der Hand, ein bisschen an Bob Dylan. Nach dem Ende des ersten Sets verschwand die eigenwillige Musikerin nicht etwa im Backstage-Bereich sondern signierte geduldig Cds und unterhielt sich mit den Zuschauern. Auch im zweiten Set erlebte man eine energiegeladene Powerfrau, die musikalisch ihren eigenen Weg geht. Titel wie "Talk to me" oder "Best Friend" zeigen, welches Ziel Christina Lux mit ihrer Musik verfolgt: Wie Liedermacher des alten Stils versucht die Sängerin die Welt ein klein wenig zu verändern und Aufmerksamkeit zu erregen, was ihr an diesem Abend auch gelang. le

Dithmarsche Landeszeitung vom 15.12 2000
Zwischen Abwasch und Kindern
Meldorf Die "luxuriöse" Songschreiberin aus Köln, Christina Lux, hat jetzt ihre Kostbarkeiten dem "Bornholdt"-Publikum vorgestellt. Bei dem hervorragenden Konzert der vorzüglichen Sängerin -kombiniert mit ihrem exzellent zu benennenden Gitarrenspiel- gab es nur das mangelnde Publikum zu beklagen, das nicht der Stimme angemessen war, die es in der Meldorfer Kulturkneipe zu hören gab. Zwei eigene Alben gingen bisher auf ihr Konto. Auf "Little lxuries" entfaltet Christina lux ihr Solotalent mit ihrer dunklen Stimme, die unter die Haut geht, wenn nicht sogar die Seele berührt. Aus dem Alltag heraus enstehen die Songs "zwischen Abwasch und Kindererziehung", wie sie selbst sagt. Auch souliges Liedgut, mit dem sie Jahre zuvor beschäftigt war, kam zu Gehör und faszinierte sowie ein auch ein Lied, das zur Weihnachstzeit die rechte liebevolle "Message" hatte, das Mut machte, familäre Verstrickungen zu lösen und den eigenen Weg zu gehen. Zurzeit ist die Sängerin mit Songs beschäftigt, die den Rechtsradikalismus thematisieren. Insgesamt bringt die Künstlerin aufrichtige Lieder, die Stellung beziehen und schon deshalb ins Schwarze treffen.

Wermelskirchener Generalanzeiger, 7.11.2000
Samtig, sinnlich und sentimental
Christina Lux begeisterte in der Katt mit ihren Liedern, die vom Leben und Lieben erzählen Das „Szenario“ ist in warmes Kerzenlicht getaucht, die Tische sind vollbesetzt, Gemurmel erfüllt den Raum. Als sie die Bühne betritt, ist es mucksmäuschenstill. Die zierliche Blondine mit den großen, blauen Kulleraugen braucht nicht viel, um die Menge zu verzaubern. Alles, was Christina Lux durch ihre Songs beschreibt, ist sie, ist ihr Leben. Das Leben einer Frau, die nicht an der Oberfläche bleibt, die in die Tiefe geht. Eine Frau, die an persönlichen Erlebnissen wächst, die beobachtet und ein Gespür für das hat, was wesentlich ist. Und sie ist authentisch. Wenn sie singt, ist da nur diese Stimme, die trägt und umschließt, die die Zeit vergessen läßt. Mal melancholisch, dann voller Kraft und Freude, immer mitreißend und begeisternd. Die Symbiose von Spiel und Gesang wirkt perfekt. Die Gitarre greift nahtlos in die perlende Stimme über, fängt auf begleitet, unterstreicht, was die charismatische Musikerin singt. Petra Dierks

Konzert Northeim vom 22.9.2000
Geheimtipp: Viel Licht bei Christina Lux

Northeim + Mit am erfreulichsten an Northeims Kultur Szene sind ihre Überraschungen. Wer kannte vor Freitag abend schon Christina Lux, eine Singer/Songwriterinnen aus Köln, die zwar schon mit der Jule Neigel Band, mit Fury in the Slaughterhouse, Edo Zanki, Nina Hagen, Status Quo und anderen Größen auf einer Bühne stand, aber als Solistin erst seit ihrem Debüt CD "Little Luxuries" aus dem November 1999 zum Geheimstipp als außergewöhnliche Erscheinung auf dem bundesdeutschen Musikmarkt avancierte. Geheim wird Ihr Wahnsinnstalent nicht mehr lange bleiben, wenn es mehr und mehr ins Licht des Publikums rückt. Denn ihre ausdrucksstarke Stimme, ihr bemerkenswertes, wechselweise akustisches und elektrisches Gitarrenspiel, ihre seelenvollen, englischsprachigen Songs und überhaupt ihr charismatisches Auftreten dürften für Popularität sorgen. Jedenfalls dann, wenn sich nichts an ihren Konzerten ändert -an Konzerten wie jetzt im Jugend und Kulturzentrum "Alte Brauerei" in der Stadt Northeim, wo sie auf Einladung der Initiative Kunst und Kultur Northeim gastierte und den Saal verzauberte. Auch wenn Christina Lux hin und wieder an eine frühe Joni Mitchell erinnert, kommt sie mit einem eigenen Stil daher. Natürlich sind dann Anleihen aus Folk und Rock, aus Country und Blues, manchmal etwas Soul, Jazz und Funk -aber sie bleibt ihrer aparten Note treu, die sehr persönlich ist, schmalzfrei, sinnlich und vor allem: ganz und gar unprätentiös ist. Das sie so gänzlich ohne Marotten, ohne unnötig bunte Effekte, ohne Aufgesetztheit auskommt und mit frappierender Entspanntheit und Ruhe in der äußeren Erscheinung einfach ehrlich auftritt, machte auch Günther Pauler vom Northeim Tonstudio Pauler-Acoustics hellhörig. Er fuhr am Freitag feine Technik auf und speicherte das kurzweilige-genußvolle Konzert. Wenn alles klappt, wird die nächste CD-Produktion der Kölner Künstlerin den Untertitel "live in Northeim" tragen. Über zwei Stunden lang hat Pauler Material sammeln und das Publikum die Stimme genießen können. Allein mit ihrer Gitarre auf der Bühne erreichte Christina Lux die Herzen der Zuhörer. Entzückende Balladen, charmant vorgetragen mit einer famosen Stimme: was will man mehr?

Freitag 18. August Weinheim aktuell
Hexentreffen bei der Kirchweih

Während sich zu ihren Füssen die Menschenmassen am ersten Kerwetag in die Weinheimer Altstadt ergoß, trat Christina Lux auf der Open-Air Bühne im Burghof auf...Aus ihrer CD "Little luxuries" raunte sie mit vollbluesiger Stimme und gejazztem Gefühlsausbrüchen, als wäre sie eine weiße Tracy Chapman. Ob sie sich nun nach "Dr.Lux" sehnt, oder ihren "Liar" in sanfte Balladen packt, es ist ein Genuß, ihrer sinnlich dunklen Stimme und brillant groovenden Arrangements zuzuhören.

Rhein-Neckar-Zeitung
Die Windeck ein Hexenkessel

Christina Lux eröffnete den Reigen der Hexen. Und bewies eindrucksvoll, dass auch in den heutigen Zeiten der Kommerzialisierung der Musikbranche, es noch "wahre" Musiker gibt. Mit Gitarre und Stimmgewalt überzeugte sie mit ihrem ganz eigenen Musikstil. Die von ihr "Funky-Folk" genannte Musikrichtung lässt sich schwer beschreiben und muss live erlebt werden.

(Witzigerweise wurde dann ein Foto mit mir abgedruckt und dem stand "Silke Hauck begeisterte...." Am nächsten Tag gab es dann folgende Überschrift mit den richtigen Bildern "Lux ist nicht Hauck")

Weinheimer Nachrichten
Als Opener betrat Christina Lux die Bühne. Die Sängerin und Gitarristin verdiente sih schon etliche Sporen bei Jule Neigel e.t.c. Beim Auftritt wurde jedoch schnell klar, dass sie sich auf Solopfaden pudelwohl fühlt und sich von ihrer musikalischen Klasse her hinter niemandem zu verstecken braucht. Ihre Songs lagen stilistisch irgendwo zwischen Blues, Folk, Country und Funk, doch sollte diese Vielfalt dem Gesamteindruck keinen Abbruch tun. Im Gegenteil: Sie konnte durch die große Eingängigkeit in ihren kleinen Meisterwerken überzeugen und bewies, dass es für gute Musik nicht mehr braucht als eine gute Stimme und virtuoses Gitarrenspiel. Christina lux bot Abwechslung, entpuppte sich zum einen als Künstlerin mit einer großen Portion unbändiger Power, präsentierte sich andererseits leise und mit jeder Menge Gefühl. Besonders beeindruckend waren ihre Gänsehautballaden, mit denen sie die Besucher in den Sonnenuntergang begleitete. Ein Bild, wie es romantischer nicht hätte sein können. Christina Lux war von daher in ihrer Rolle als Opener mehr als nur ein "Eisbrecher"....

CD des Monats / Musiker 6/2000
Unplugged, groovy und mit gaaanz viel Feeling:

So läßt sich die Musik der Sängerin und (Akustik) Gitarristin Christina Lux kurz umschreiben. Sie selbst nennt's schlicht "Funky Folk". Dass es auch ohne abgefahrene Effekte und treibende Drums geht, beweist die charismatische Musikerin, die als Backgroundsängerin schon mit vielen großen Stars (Grace Jones, Gabrielle, Jule Neigel, Nina Hagen...) auf Tour war auf ihrer neuen Solo CD. Gleich beim ersten Titel "Free" beginnt der Körper mitzuwippen, kommt so etwas wie Urlaubslaune auf. Kein Lagerfeuergeschrammel für Ballermann-Freaks, sondern anspruchsvolle und trotzdem mit einer souveränen Leichtigkeit präsentierte Songs. Manchmal erinnert der Stil etwas an Joni Mitchell, dann wieder an den frühen James Taylor. Aber halt nur etwas. Denn das meiste ist Christina Lux, deren Energie die Hörer einfach mitreißt. Musik, die unter die (Gänse)-haut geht. besonders bei Balladen wie "Liar" und "She is me" (mit kleinem Streichorchester) kommt die Soul/Jazz Vergangenheit der Kölner Sängerin voll zur Geltung. Kurzum: diese CD ist absolut empfehlenswert! Wenn es überhaupt einen Kritikpunkt gibt, dann nur diesen: Warum eigentlich haben wir noch nicht mehr von dieser tollen, auch noch gut aussehenden deutschen Sängerin gehört? Phono-manager, aufgewacht!
Kai Rake

Konzert in Stendal vom 27.4.2000
Über den Kampf zwischen Herz und Kopf
Von Wolfgang Biermann

Stendal."Schön, dass es Plätze wie diesen hier gibt, wo man Verona Feldbusch noch entgegenwirken kann". Mit diesen Worten machte Christina Lux bei ihrem Konzert am Donnerstagabend im Musikforum Katharinenkirche auf den Bildungsnotstand im deutschen Fernsehen aufmerksam, in dem es von Feldbuschs und Zlatkos derzeit nur so wimmelt. Schön, dass es an einem Platz wie der Katharine Künstler(innen) gibt, die fernab von jeder TV-Szenerie noch Sinn für Poesie und Feingefühl zeigen, sie in Worte und Musik fassen und zu Gehör bringen können. Eine, die das vermag, ist Christina Lux. Sie verstand es, allein mit ihrer Stimme und von der Gitarre begleitet das Publikum zu fesseln und es mit balladenhaften Songs zu unterhalten. Ja mehr noch, es mit ihrer eigenen Gefühlswelt vertraut zu machen und dabei viel von sich preiszugeben. Und diese Offenheit fand Anklang, erweckte sie doch damit Assoziationen. Texte und Kompositionen stammen durchweg von ihr. Liedermacherin, in diese Schublade kann man, wenn man muß, Christina Lux einordnen. Teilweise seien ihre Songs zwischen Staubsaugen, Kind erziehen und Abwasch entstanden, wie sie lächelnd eingestand. In ihren Texten geht es immer wieder um Liebe, Selbsterfahrung, Rückbesinnung und um den "Kampf zwischen Kopf und Herz". Dabei sei die englische Sprache der beste Mittler, sagt sie in der Pause der Volksstimme. Mit einem Amerikaner zusammen lebend sei es für sie selbstverständlich englisch zu singen:"Es ist europäisch".

Dem Publikum war die zierliche und sympathische blonde junge Frau sicher vorab eine große Unbekannte, selbst wenn sie schon mit Edo Zanki, Jule Neigel und anderen Größen auf einer Bühne stand, mit Jon Lord von Deep Purple arbeitete und im Vorprogramm von Paul Young bei seiner Deutschlandtournee auftrat. Auch bei Late-Night-Talker Harald Schmidt war Christina Lux mehrfach zu Gast.

"Der Mensch mit dem ich mein ganzes Leben verbringe, bin ich selbst, darum auch die Auseinandersetzung," gab sie als Motivation für ihre eindringlichen Texte an. Daraus resultiere auch ihre Angst als Mutter ihrer Tochter zu versagen. Lux sang vom endgültigen Abschied und den Gefühlen "wenn jemand aus dem Leben geht". Dabei aber keineswegs pessimistisch gestimmt. Mal war ihre Stimme gospelhaft soulig, mal durchaus rockig.

Alles in allem ein gelungenes und hörenswertes Konzert der leisen Töne, das leider nur knapp 50 Besucher erlebten. Diese zeigten sich begeistert, forderten und bekamen eine Zugabe. Im Anschluß gab es einen Stau bei der Autogrammstunde.

Konzert Stendal 27.4.2000
Emotionen pur beim Konzert von Christina Lux in Stendal
Zuschauer im Stendaler Musikforum Katharinenkirche waren begeistert.

Stendal (wob) Emotionen pur, gekleidet in poesievolle Texte, bekamen die Besucher zu hören, die am Donnerstag zum Konzert von Christina Lux gekommen waren. Die sympathische Liedermacherin begeisterte mit den Inhalten und der Art, wie sie ihre Songs "rüberbrachte". In der Auseinandersetzung zwischen Kopf und Herz sowie der Rückbesinnung sieht sie nach eigenen Angaben die Motivation für ihre stimmungsvollen, balladenhaften eher leisen Lieder, die es nicht leicht haben, in unserer so hektischen und lauten Zeit, Eingang in die Gehörgänge zu finden.


11.April 2000,Konzert in Weilerswist, Kölner Stadtanzeiger 17.April 2000
Viele kleine "Kostbarkeiten"

Zwischen Folk und Country: Christina Lux und ihre Gitarre

Weilerswist- Es muß nicht immer nur "High-Tech" sein: Nur mit ihrer akustischen Gitarre betrat Christina Lux die Bühne. Die Konrad-Adenauer-Stiftung hatte zu dem Konzert mit der Folk Lady, die in der Musikszene schon längst keine Unbekannte mehr ist, eingeladen. Die Fachpresse lobte sie in den höchsten Tönen: Christina Lux wurde als "Joan Baez 2000" und als "Lichtgestalt der deutschen Vokalszene" gefeiert.

Auch in Weilerswist überzeugte die Sängerin mit ihren "Little luxuries", so der Name ihres Live Programms und ihrer jüngst erschienenen CD. "Kleine Kostbarkeiten" waren die Folk Songs mit einem Hauch von Country in der Tat. In bester Singer/Songwriter Tradition präsentierte Christina Lux ihr Programm, das ausschließlich aus Eigenkompositionen bestand. Mit bloßer Lagerfeuer Nostalgie hat die Künstlerin aber nichts am Hut: "Sweet love", "Talk to me" oder "Let it flow" hatten richtig Groove. Was nicht zuletzt am ungewöhnlichen und virtuosen Gitarrenspiel von Christina Lux lag: Handwerkliches Können mischte sich mit eigenwilligen Schlenkern, die ihren Songs ihren besonderen Charakter gaben. Vor allem aber durch ihre Stimme konnte C.L. beeindrucken: Mal sanft und sentimental, mal rau und kräftig intonierte sie ihre Lieder ohne je die persönliche Note der Songs preiszugeben. Das Weilerswister Publikum wird es jedenfalls nicht mehr wundern, wenn Christina Lux gelegentlich mit den ganz Großen der Folk,-und Countrymusik verglichen wird. Patrick Reinartz

Lieder mal rauchig, mal sanft und mal erotisch
Sängerin und Liedermacherin Christina Lux aus Köln zum Konzert im Café "LebensART"
Greiz (OTZ/KS). Diese Stimme läßt aufhorchen. Mal rauchig, mal sanft, mal erotisch, dann wieder kraftvoll. Kaum zu glauben, dass eine zarte Person wie Christina Lux über ein Organ mit solch breitem tonalen Spektrum verfügt. Wie dem auch sei – die in Köln lebende Sängerin und Liedermacherin legte am vergangenem Mittwochabend im Café "Lebensart" ein Konzert hin, dass überzeugte.Gut 90 Minuten zog die junge Frau, die nicht nur mit einer Top Stimme gesegnet ist, sondern auch noch gut aussieht, das Auditorium in ihren Bann: mit sensiblen, melancholischen, balladesken Songs. Titel, die sie ausnahmslos selbst verfaßt hat.Es sind die Geschichten des Lebens, die sie in ihren Liedern erzählt. Von Liebe und Glück, von leid und Schmerz, von Momenten der Trauer und denen, die dem siebten Himmel angerechnet werden. Wie die Liedermacherin diese Themen musikalisch aufarbeitet beeindruckt. Es fällt schwer, die Melodien einer Schublade zuzuordnen. Anleihen aus Soul und Folk, ein bißchen Country aber auch Jazziges und einen Schuß Rock tragen sie in sich. Dazu die groovende Stimme von Christina Lux, mit der sie die Texte teils lasziv ins Mikro haucht, teils druckvoll koloriert.So entstehen Lieder voller Intensität und Nähe – mit nahezu durchgängigem geht-unter-die-Haut-Effekt. Passend zum Stil begleitet sich Christina Lux selbst auf der Akustik Gitarre mit einer angenehmen Mischung aus Rythmusspiel und Fingerpicking. Fazit des Abends: Dass Musikgrößen wie Jule Neigel, Fury in the Slaughterhouse oder Ende vorigen Jahres der britische Pop-Star Paul Young mit Christina Lux zusammenarbeiten, verwundert angesichts ihres Talents nicht. Und solo, das war im "LebensART" zu spüren, kann sie es so richtig zeigen.OTZ 25.3.2000

Schwerin 24.3.2000
Kunst vom Feinsten

Review nach Konzert Speicher
Auch die in Köln lebende Sängerin und Gitarristin Christina lux hat sich durch amerikanische Vorbilder inspirieren lassen und schreibt Ohrwurmballaden zwischen Country, Folk und Rock. Ihre Stimme hat Klasse und besticht durch eine Bandbreite, die in unseren breiten selten zu hören ist. Dunkel, melancholisch, mal kraftvoll, mal leise singt sich Christina Lux durch eine englisch-sprachige Songsammlung, die persönliche Erfahrung nicht ausspart und vielleicht gerade deshalb Teenager und Altachtundsechziger gleichermaßen anspricht. Ihre eigene Gitarrenbegleitung verblüfft und läßt aufhorchen. Der Titel des aktuellen Christina Lux Albums heißt LITTLE LUXURIES. Ein Titel, der auch auf das Konzert zutreffen dürfte.

...und hier meine lieblingskritik, ich freue mich sehr über kommentare von mitleidenden. mit breitem grinsen anm.d.Künstlerin

KULTURZENTRUM SCHLACHTHOF Montag 14.2.2000
Süße Optik, saure Liebe, steife Beine
Melancholie ist der bevorzugte Ausdrucksbereich von Folk-und Countrysängerin Christina Lux. Bei ihrem Konzert im Schlachthof bot sie ein wenig zu viel von dieser winterlichen Gefühlslage.

Kassel , Dass man mit süßer Kätzchen Optik auch in Folk und Country machen kann, wissen wir spätestens seit Shania Twain. Da wundert es nicht weiter, dass Christina Lux, die das Kulturzentrum Schlachthof mühelos füllte, ebenfalls mit Püppchenattributen spielt.

Geradlinig

Musikalisch arbeitet sich die gebürtige Bad Emstalerin etwas handfester an bekannten Elementen populärer female voices ab. Ihr Gitarrenspiel erinnert an die Indigo girls, die Spreizungen ihres Gesangs stehen dem Popjodeln einer Dolores o’Riordan in nichts nach und die teils funkigen, teil souligen West-Coast-Phrasierungen brauchen sich vor der Geradlinigkeit der frühen Melissa Etheridge nicht zu verstecken.

Und schön ist das alles auch. So "schön" wie Christina Lux es findet "hier bei Euch" zu sein. Und dieses Gefühl scheint ihr gut zu tun. Denn während die Zwischentexte des ersten Sets noch unsicher wirken, gerade so, als wisse sie nicht so recht was sie zu Ihren eigenen Songs sagen solle, fühlt sie sich zunehmend zu Hause. Da stört es auch nicht, dass ihr zwischendurch die Stimme am Gaumen hängen bleibt, sie Strophen vertauscht und immer mal wieder aus Versehen die volle Saalbeleuchtung angeschissen wird – es werde Lux. Die langjährige Backup-Vokalistin von Grace Jones, Oleta Adams und Jule Neigel treibt und slappt ihre Songs spielfreudig voran, um sie an anderen Stellen fließen und säuseln zu lassen.

Bruchstellen

Dabei erzählt Christina Lux Geschichten von den Bruchstellen des Zwischenmenschlichen und immer wieder von einer Liebe zwischen bitter und süß, die manchmal zu schnell sauer wird. Sauer werden einem auch irgendwann die Beine. Die melancholischen Lieder lassen das Publikum zwar hervorragend in die Gefühlslandschaft eines Winters abtauen, der schon so lange dauert und doch noch nicht richtig da war.

Doch ein bißchen mehr Frühling hätt’s schon sein dürfen. Oder etwas mehr Dramaturgie. Selbst wenn Christina Lux, wie sie selbst sagt, sich nicht wie Jennifer Lopez inszenieren will. Zum Ende eines mehr als zweistündigen Konzertes mit einem zweiten Set von fast 80 Minuten passiert es dann schon mal, dass man das letzte Lied bereits bei den ersten Tönen des nächsten vergessen hat. Womit wir wieder bei Shania Twain wären.

Matthias Muth


Rheinische Post 20.3.2000 Christina Lux im Jazzkeller
Folk- und Country-Songs im amerikanischen Stil

"Süße Optik, saure Liebe, steife Beine", so hat ein Kritiker einmal einen Artikel über sie betitelt, und das auch noch in ihrer Heimatstadt Kassel. Ganz freimütig erzählt sie diese Anekdote im völlig überfüllten Jazzkeller – um sich dann ins nächste Lied zu stürzen. Das heißt "Sweet Love" sagt sie noch vorher, also nichts von saurer Liebe. Christina Lux ist eine, die zumindest in Ihren Ansagen einen eigenen Kopf beweist, und auch mit ihren Stücken hat sie so einiges zu bieten.

Samtweiche Stimme
Gut aussehen tut sie übrigens tatsächlich, falls das der Kasseler Kollege mit "süßer Optik" gemeint haben sollte, doch das tun schließlich viele. So singen und Gitarre spielen wie die Lux, das tun in Deutschland allerdings reichlich wenig Menschen. Sie steht da ungeheuer sattelfest in einer Tradition, mit der man hier eigentlich im Popgeschäft nichts werden kann. Country- und Folk-angehauchtes Singer-Songwriting, wie man es aus Amerika kennt, das ist ein Terrain auf dem sich die Lux wie selbstverständlich bewegt. Und das mit einer samtweichen, ganz hinten ein wenig aufgerafften, sehr flexiblen Altstimme, die etwa an Sheryl Crow erinnert. Lux begleitet sich selbst auf der akustischen Westerngitarre, und auch das tut sie so perfekt, dass sie sich eine lange Solopassage erlauben kann, während der im Jazzkeller ihre Mitmusiker an E-Bass und Schlagzeug beschäftigungslos in der Ecke hocken. Die beiden Herren bewiesen allerdings sehr viel Einfühlungsvermögen. Von "Sweet Love" singt sie also auch, aber es überwiegen die Songs, in denen die Liebe deshalb Thema ist, weil sie schief gegangen ist. Das hat bei der Lux allerdings überhaupt keinen "sauren" Touch, eher einen süßbitter-melancholischen. Geschichten will sie erzählen, und das tut sie denn auch auf ihre Weise – nein eben nicht.

Viele Songmuster
Die Lux kennt viele Songmuster, unbestreitbar, doch bei allem Bekenntnis zu "eigenen Geschichten" fällt nach dem vierten oder fünften Stück in Folge doch auf, dass sich die Formen ähneln, ein wirklich individueller Touch sich –auf der formalen Ebene- nicht finden läßt. Ein Arrangeur, der die so charmante wie talentierte Musikerin unter seine Fittiche nähme täte not. kMs

BROT&SPIELE, Januar 2000
Auf ihrem zweiten Album zelebriert sie 15 eingängige aber niemals einfältige von Blues und Folk durchtränkte Popsongs in einer Art und Weise, dass es einem kalt den Rücken runterläuft. Und das ganze nur mit Akustik-Gitarre und ihrer wundervollen, mal zart und fragil klingenden dann wieder kraftvoll auftrumpfenden dunklen, samtweichen Stimme. Die-zumindest nationale-Entdeckung des Jahres

AKUSTIK GITARRE Februar 2000
...doch plötzlich, so ab dem 9. Titel jagt ein schlank und soulig-funkig daherkommender Titel den nächsten – das live eingespielte "sunchild" belegt neben anderen ebenso wie "Let it flow", was für ein Wahnsinnstalent die kreative Kölnerin ist..

SOUNDCHECK Januar 2000
Ihr Kapital ist ihre Stimme: samtig, sinnlich, sentimental und mehr als genug Charisma für eine Solo-Karriere.

EMSKOPP, Das Emsland Städtemagazin 2/3 2000
Eher selten findet man deutsche Produktionen dieses Genres. Christina Lux erinnert an Lisa Loeb mit Frauenstimme nur begleitet von Akustik-Gitarre und wenig Ensemble. Einen Touch Soul, eine mittelstarke Brise R’n’B, eine schöne ausdruckstarke Stimme und natürlich Texte, die etwas zu sagen haben, machen Christina Lux zum perfekten Kandidaten für das Lillyth-Fair-Festival.

HAI-LIGHTS, Januar 2000
Bis auf ganz wenige Ausnahmen trauen sich hierzulande nicht all zu viele nur mit der Gitarre, einem Chor und der eigenen Stimme zu arbeiten. Doch bei Christina Lux würde alles andere nur ablenken. Zu schön sind die Songs, als dass man sie auch noch überinstrumentieren müßte. "Little luxuries" – kein Luxus, sich diese Album zu leisten, aber mehr als luxuriöse Musik.

BIKERS NEWS, Januar 2000
Mit einer Mischung aus exzellentem Fingerpicking, garniert mit einem Hauch Country, gehört die Sängerin und Gitarritin Christina Lux sicherlich zu der Elite unter den Newcomer Interpreten. Die Songs erzählen vom Wachsen, leben und lieben und werden von satt groovenden Gitarren und ihrer dunklen charismatischen Stimme veredelt. Anspieltipp: "Love label", "Talk to me" und "Let it flow". Fazit: Ein sinnlich-sentimentales Balladen Album. Gut für die ruhigen Stunden im Leben, schlecht für alle Starkstrom-Freaks.

DOPPELPUNKT Ausgabe Nr.15
Songwriterin, Gitarristin und Sängerin in einer Person und aus einem Guss. Dezente bis spartanische Arrangements lassen ihre soulig und funkig angehauchten und mit Finesse gesungenen Balladen in voller Pracht erblühen. Der Titel "Little luxuries" trifft den Charakter ihrer Songs: Klein aber fein! Ein gelungenes Solo Debut einer Sängerin, wie man sie hierzulande nur selten findet. (Volker Peter)

GUITAR, Januar 2000
...die nachdenklichen Songs gehen bei aller Relaxtheit unter die Haut... Flesch magazin, Januar 2000 ...eine sehr sanfte, sinnliche und soulige Stimme der Sängerin. Hübsch eingebettet in ein Pop/Country Balladengefüge abgerundet von mehrstimmigen Chor Gesängen. Manchmal hat man allerdings das Gefühl, die Songs könnten noch druckvoller kommen.

FLESCH MAGAZIN, Januar 2000
..eine sehr sanfte, sinnliche und soulige Stimme der Sängerin. Hübsch eingebettet in ein Pop/Country Balladengefüge abgerundet von mehrstimmigen Chorgesängen. Manchmal hat man allerdings das Gefühl, die Songs könnten noch druckvoller kommen.

KÖLNER ILLUSTRIERTE, Januar 2000
Christina Lux als respektable und ausdrucksstarke Performerin. Selbst mit geringen Mitteln – größtenteils nur Stimme und Gitarre – schafft sie es, von gehauchten Balladen bis hin zu (glücklicherweise nicht angestrengten) Up-Tempo Nummern immer den richtigen Ton zu treffen....

FEEDBACK, Ausgabe 54
..eine tolle Stimme. Die sanften balladen singt Christina Lux mit sinnlich-dunkler Stimme, edel verpackt in groovende dezente Arrangements. Dazu kommt viel Power in der Stimme und gehaltvolle Texte. Samtig! ******** 8 Punkte

WOM JOURNAL, Januar 2000
...Platten mit auto-radio-kompatiblen, geschmackvoll bis leicht pathetisch arrangierten/instrumentierten Songs zwischen R&B, Ami-Schnulz und Hochglanz-Mainstream gibt es massig; von historische Bedeutung ist kaum ein Promill davon. Angenehm zu hören sind Christina Lux‘ Songs trotzdem, zumal sie auf die Heulorgien der US Vorbilder ebenso verzichtet wie auf elektrische Gitarrenwände und Schlagzeug und ihre erfreuliche Stimme mit viel Gefühl einsetzt...

KEYBOARDS, Januar 2000
Auf ihrem Album präsentiert sich Christina Lux in einer solchen Hochform, dass der Vergleich mit Rory Block nicht zu hoch gegriffen ist. "Sunchild" hätte auch die überragende amerikanische Folk-Blues Virtuosin nicht authentischer intonieren können. Und überhaupt, ist kaum zu glauben, dass diese beseelten Balladen nicht in den U.S.A., sondern im Bonner Hansastudio eingespielt wurden. Wobei Christina Lux und Co-Produzent Klaus Genuit klugerweise darauf verzichtet haben die expressive Stimme der Frontfrau, ihre per Overdub eingesungenen Chöre und ihr versiertes Gitarrenspiel, mit überflüssigen Effekten anzureichern; das gegen Ende von "Miss you" eingeschleifte Backwards-Tape kommt so dezent, dass der Live-Charakter der Aunahme keinen Schaden nimmt. Noch ein Anspiel-Tipp gefällig? "She is me" (Track 8) Christian Decker (Fury in the Slaughterhouse) schrieb das String Arrangement und spielte Double Bass. Ein Album, das Licht in dunkle Wintertage bringt.

WILDWECHSEL Januar 2000
...die durchstandenen Krisen haben sich tief in diese wunderbare Stimme eingegraben...Höchste Zeit, dass die versierte Backgroundsängerin ganz nach vorne geht.